Wasserwirtschaftsamt beginnt mit Überprüfung der Anlagen
Staudamm unter der Lupe

Ein Bagger zog kräftig an, um an der Hauptsperre des Eixendorfer Stausees das Revisionsschütz auszubauen. Es wird in den nächsten Wochen auf Schäden überprüft und rundum erneuert. Bild: Mardanow
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Neunburg vorm Wald
19.10.2016
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"Klappe auf" am Eixendorfer Stausee: Mit einem Bagger ist am Dienstagvormittag das stählerne Revisionsschütz aus der Talsperre geborgen worden. Ein bisher einmaliger Vorgang in den vergangenen 40 Betriebsjahren.

Das schwere Gerät der Baufirma Reichl aus Seebarn holte die zwei mal zwei Meter große Schützentafel aus dem Inneren des Sperrbauwerks ans Tageslicht. Bei der Firma Lukas (Waldthurn) wird sie in den nächsten fünf Wochen auf Korrosionsschäden überprüft, per Sandstrahler behandelt, mit einer neuen Beschichtung ausgestattet und wieder eingebaut.

"Dieser Vorgang ist mit der Hauptgrund für die Absenkung des Sees", hatte Mathias Rosenmüller, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes (WWA) Weiden, am Montag per Mail mitgeteilt. Um rund fünf Meter ließ die Behörde den Wasserspiegel in den vergangenen Wochen zurückgehen, um jetzt die sicherheitsrelevanten Anlagenteile überprüfen zu können, die ansonsten unter Wasser liegen.

Ist die erneuerte Schützentafel wieder eingesetzt, kann der Stollen des Grundablasses erkundet und begutachtet werden. Eine "hohe Dringlichkeit" der Überprüfung nach mittlerweile 40 Jahren Betrieb der Talsperre, bestätigte am Dienstag auch Patrik Giebel. Der Mitarbeiter am Bayerischen Landesamt für Umwelt, dort zuständig für die technische Gewässeraufsicht, verfolgte vor Ort die Bergung der Schützentafel.

Für die Überprüfung der Anlagen am Stausee hat sich das Wasserwirtschaftsamt das Ingenieurbüro RMD-Consult (München) mit ins Boot geholt. Dabei wird dann auch der weitere Sanierungsaufwand festgestellt. Nach Auskunft von Günther Michler und Thomas Stangl, die zuständigen Speicherbeauftragten beim WWA, hängt es vom Umfang der nötigen Maßnahmen ab, ob der See zu einem späteren Zeitpunkt erneut abgesenkt werden muss.
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