Werbetrommel fürs Kirchenfest

Pfarrer Gerhard Beck und Mitglieder des Kirchenvorstands präsentieren die Plakate zum Jubiläum der Versöhnungskirche. Bild: hfz

Schon vor fast 500 Jahren gab es evangelische Christen in Neunburg- in manchen Zeiten mehr als Katholiken. Nicht ganz so alt ist die Versöhnungskirche: Sie feiert ihren 110. Geburtstag und will dabei auch Platz lassen für kritische Fragen.

Mit verschiedenen Plakaten macht die evangelische Gemeinde auf das Jubiläum ihrer Versöhnungskirche aufmerksam. Die Motive sind an eine deutschlandweite Werbekampagne angelehnt.

Freche Kampagne


Etwas frech präsentieren sich die Werbeplakate für den 110. Geburtstag der evangelischen Versöhnungskirche: "Fast 500 Jahre evangelisch (mit Unterbrechungen)", heißt es beispielsweise. "Die Plakate weisen auf die evangelische Vergangenheit des Neunburger Landes hin", erklärte Pfarrer Gerhard Beck in einer Pressemitteilung. Schon in den 1520ern habe es hier die ersten Evangelischen gegeben. Zu manchen Zeiten seien hier sogar weniger Katholiken verzeichnet gewesen als es heute Evangelische gibt.

Gleichzeitig sollen kritische Fragen gestellt werden, die auch heute noch gelten: "Wofür brauchen 32 Personen eine eigene Kirche?" fragt das zweite Plakat. "Lohnt sich ein Gotteshaus für wenige Menschen? - diese Frage gilt auch heute noch und sie stellt sich auch beim Bau von Moscheen. "Aber es waren nur 32 Personen, die sich unsere evangelische Kirche erträumt und über 40 Jahre dafür Geld gesammelt haben", so Pfarrer Beck. Die Plakate sind angelehnt an eine deutschlandweite Werbekampagne für den Reformationssommer 2017, bei dem an das 500. Jubiläum der Verbreitung der 95 Thesen Luthers erinnert wird.

Unterschiede feiern


Mit den auffälligen Plakaten will die evangelische Kirchengemeinde die ganze Bevölkerung zum Festwochenende vom 28. bis 30. Oktober einladen: "Kommen Sie vorbei. Egal ob evangelisch oder katholisch oder eine andere Konfession: Feiern Sie mit uns unser Jubiläum und die Unterschiedlichkeit des Glaubens", appelliert Gerhard Beck.

Am 28. Oktober findet um 18 Uhr der Festgottesdienst mit Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss statt. Am 29. Oktober werden um 20 Uhr Stummfilme von "Dick & Doof" (Stan & Ollie) gezeigt, begleitet von Stefan Graf von Bothmer an Orgel und Harmonium, und am 30. Oktober findet um 9.30 Uhr statt des Gottesdienstes ein gemeinsames Weißwurstfrühstück mit Andacht statt.
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