Zum achten Mal Job-Campus an der Realschule
Schüler zu Aufsteigern machen

Beim Messerundgang(vorne links Schulleiterin Diana Schmidberger) entwickelten sich es viele interessante Gespräche mit Firmenvertretern aus der Region. Bild: hfz

Zum achten Mal drehte sich an der Gregor-von-Scherr-Realschule alles um die Karriere. Bei Job-Seminar und Job-Campus bekamen die Jugendlichen ein komplettes Angebot zur Berufswahl serviert.

In Zusammenarbeit mit der schulischen Berufsberatung der Agentur für Arbeit in Schwandorf hatten die neunten Klassen die Möglichkeit, eine Vielzahl von Vorträgen verschiedener Firmen und weiterführender Schulen zu besuchen. Sie konnten zwischen 30 Vorträgen in parallelen Blöcken wählen. Auf diese Weise wurde sichergestellt, dass die zukünftigen Absolventen ein möglichst breites Spektrum an Berufen und Ausbildungsmöglichkeiten kennenlernen.

Vielfalt beeindruckt


Am Nachmittag wurde der zweite Teil offiziell eröffnet. Schulleiterin Diana Schmidberger hieß dazu auch zahlreiche Eltern und Ehrengäste willkommen. Stellvertretender Landrat Jakob Scharf zeigte sich beeindruckt von der Qualität und der Vielfalt der Ausstellung. Für den Eröffnungsvortrag hatte die Schule einen hochkarätigen Referenten gewonnen: Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Verbands der Realschullehrkräfte (VDR), Landesvorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands und Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Lehrerverbände in Bayern.

In seinen Worten, und untermauert durch beeindruckende Zahlen, bestärkte er die Schüler darin, ihren Weg weiterzugehen. Der befürchtete Fachkräftemangel werde sich vor allem in den Bereichen der Techniker und Facharbeiter auswirken. In bereits neun Jahren werde es hier eine Unterdeckung geben, während beim Bedarf für Akademiker in Deutschland eine Überdeckung zu erwarten sei. Die Schüler könnten bereits jetzt aus einem breiten Angebot von Lehrstellen auswählen, dieser Trend werde sich für erfolgreiche Realschulabsolventen noch verstärken.

Böhm brache eine Lanze für die Berufsausbildung nach deutschem Vorbild. Diese sei ein Exportschlager und biete vielen Menschen später immer noch die Möglichkeit zu studieren. Den Eltern riet Böhm, den jeweiligen Bildungsgang von den Bedürfnissen, Interessen und Möglichkeiten des Kindes abhängig zu machen. Schule sollte Schüler zu Aufsteigern machen, und die Realschule in Bayern tue dies hervorragend. So kämen schon fast die Hälfte aller Studierenden nicht vom Gymnasium.

Beim Rundgang durch die Messe zeigten sich die Ehrengäste beeindruckt von der Vielfalt der Firmen, aber auch von der Qualität der in der Region erzeugten oder entwickelten Produkte. An 42 Ständen von weiterführenden Schulen und Betrieben hatten die Schüler der Klassen 8 und 9 die Gelegenheit, sich noch genauer zu informieren, konkrete Fragen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu stellen und Praktika zu vereinbaren. Um die Kontaktaufnahme zu erleichtern, hatten viele Betriebe auch ehemalige Schüler der Scherr-Schule dabei, und die Jugendlichen konnten sich so aus erster Hand über die Ausbildung informieren.

Breitgefächertes Angebot


Schüler und Eltern waren mit dem breitgefächerten Informationsangebot sehr zufrieden. Auch die Vertreter der anwesenden Firmen und Schulen zeigten sich mit der Besucherzahl und vor allem den intensiven Gesprächen mit den Schülern höchst zufrieden. Zusammen mit Bewerbertraining, Betriebserkundungen und Praktika während der Unterrichtszeit bietet die Gregor-von-Scherr-Schule damit für ihre Schüler ein ganzheitliches Angebot zur Berufswahl an.

Starthilfe gebenZu den großen Inhalten im Lehrplan der achten und neunten Jahrgangsstufe der Realschule gehören Maßnahmen zur Berufsorientierung. Die Gregor-von-Scherr-Schule hat diese erfolgreich gebündelt. Dazu zählen unter anderem das Job-Seminar und der Job-Campus. Beim Job-Seminar informierten 30 Ausbildungsleiter oder Vertreter von Behörden und Schulen über die verschiedenen Ausbildungswege im Anschluss an die Realschule. Beim Job-Campus präsentierten 42 Unternehmen sich und ihre Ausbildungsmöglichkeiten. (hfz)
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