Aufwertung für die Ausbildung
Landmaschinenhersteller Horsch ist neuer Kooperationspartner der Berufsschule

Unternehmensvertreter, Schulleitung und Fachlehrer präsentieren den Maschinen-Park, in dem Dank der Kooperation der Berufsschul-Außenstelle mit regionalen Firmen die angehenden Mechatroniker ausgebildet werden können. Bilder: frd (2)
Wirtschaft
Neunburg vorm Wald
20.07.2016
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Für das Anlernen von Mechatronikern kann die Berufsschul-Außenstelle Landmaschinen auf dem neuesten Stand der Technik einsetzen. Möglich macht dies eine Kooperation mit regionalen Unternehmen. Nun sitzt ein weiterer Partner mit im Boot.

Schon seit einigen Jahren stellen Landmaschinen-Händler und -hersteller der Außenstelle des Beruflichen Schulzentrums Oskar-von-Miller Schwandorf kostenlos Zugmaschinen und Anbaugeräte zur Verfügung. Als neuer Kooperationspartner ist nun das in der Kreisstadt ansässige Unternehmen Horsch dazugekommen.

Säen, düngen und pflanzen


Zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrags hieß der Außenstellenleiter, Studiendirektor Günter Dirnberger, eine Delegation von Horsch um Ausbildungsleiter Anton Grauvogl willkommen. Dirnberger freute sich, dass es gelungen war, zum Wohle der Auszubildenden einen neuen Partner mit ins Boot zu holen. Schon länger arbeitet die Schule mit der Igl Landtechnik GmbH aus Pfreimd zusammen. Von dort nahmen die Geschäftsführer Günter und Alois Igl an diesem Termin teil. Sie statten die Schule seit einigen Jahren mit Geräten der Firma Amazone aus. Aktuell zählen eine mechanische Sämaschine, eine Pflanzenschutzspritze und ein Düngerstreuer zum "Fuhrpark".

Gewinn für beide Seiten


Die Firma Horsch stellt der Schule nun eine Sämaschine zur Verfügung. Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages verpflichtete sich das Unternehmen außerdem zur Schulung der Lehrkräfte in einem zweitägigen Werkseminar. Im Gegenzug wird die Schule Praktikanten und Auszubildende von Horsch zweimal jährlich an zwei Tagen zur Schulung in Fahrzeug- und Motorentechnik aufnehmen. Ziel des Vertrags ist die Verbesserung der praktischen Ausbildung der Berufsschüler im Bereich der modernen Landtechnik.

Nach Aussage der Firmenvertreter profitierten beide Seiten von der Vereinbarung. Die Schule werde mit modernem Gerät versorgt und bilde dafür die künftigen Service-Arbeiter aus. Stellvertretender Landrat Joachim Hanisch sah das Miteinander als "Erfolgsstory für die Ausbildung" und brachte seine Freude über diese Partner zum Ausdruck. Der stellvertretende Leiter des Schulzentrums, Studiendirektor Johann Bauer, stellte die Bedeutung solcher Netzwerke zur Förderung der Ausbildung heraus. Auch im Namen seines Kollegen Franz Gregori lobte Fachlehrer Harald Bauer die Zusammenarbeit.

Der Umgang mit diesen Maschinen, deren richtige Einstellung, die Wartung und Reparatur sind Kernbereiche in der Ausbildung der Mechatroniker für Landmaschinen- und Baumaschinentechnik. Am Schulort in Neunburg werden sämtliche Azubis dieses Bereichs der gesamten Oberpfalz ausgebildet. Außenstellenleiter Günter Dirnberger und Horsch-Ausbildungsleiter Anton Grauvogl besiegelten den Kooperationsvertrag zum Abschluss per Handschlag. Im Anschluss ging es in den Außenbereich der Schule. Dort hatten die Schüler eine Vorführung organisiert, bei der die unterschiedlichen Arbeitsweisen der mechanischen und volltechnisierten Sämaschine deutlich wurde.
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