Handbremse auf der Datenautobahn gelöst
Amplus flickt Breitbandnetz

Wirtschaft
Neunburg vorm Wald
30.09.2014
39
0

Auf der Datenautobahn soll die Handbremse gelöst werden. Für den Ausbau des Breitbandnetzes hat der Stadtrat der Amplus AG den Auftrag erteilt. Für knapp 1,05 Millionen Euro sollen nächstes Jahr die Megabits fließen.

"Endlich ist es soweit, dass wir den Auftrag vergeben können", freute sich Bürgermeister Martin Birner. Bereits im Mai 2013 war der Internetausbau auf der Grundlage der bayerischen Breitbandrichtlinie beschlossen worden. Für das definierte Erschließungsgebiet hatte neben der Amplus AG auch die Telekom ein Angebot eingereicht.

Beide Offerten wurden von Siegfried Schmollerer vom Beraterbüro Breitband-Network (Traitsching) untersucht. Dabei zählte nicht allein die Wirtschaftlichkeit, sondern auch Endkundenpreis, das Service- und Technikkonzept und der vorgesehene Zeitpunkt der Inbetriebnahme flossen in die Bewertung ein. Das Ergebnis habe deutlich für Amplus gesprochen, Erfahrungen aus anderen Kommunen hätten das positive Bild vervollständigt.

90 Prozent Förderung

"Schnelles Internet ist ein Bedürfnis auf dem flachen Land", stellte SPD-Stadträtin Margot Weber fest. Klaus Zeiser (CSU) war davon überzeugt, "dass Amplus den Vertrag mit großer Wahrscheinlichkeit erfüllen wird". Für eine Summe von 1,045 Millionen Euro bekam Amplus einstimmig den Auftrag zum Ausbau des Breitbandnetzes. Nach der Breitbandrichtlinie erhält die Stadt einen Höchstfördersatz von 90 Prozent (940 000 Euro).

Als nächster Schritt wird nun die Projektvergabe durch die Bundesnetzagentur erwartet. Sobald die Fördervoraussetzungen abgeklärt sind, soll der Kooperationsvertrag mit der Firma geschlossen werden. "Wenn möglich, möchte Amplus noch heuer mit den Arbeiten beginnen", so Verwaltungsleiter Peter Hartl auf NT-Nachfrage. Vorgesehen ist, dass der Ausbau im Laufe des nächsten Jahres über die Bühne gebracht wird.

Für das Förderprogramm "Nachhaltige Stadt-Umland-Entwicklung" aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) hat sich die Stadt Neunburg im Paket mit dem umliegenden Gemeinden Bruck, Neukirchen-Balbini, Schwarzhofen, Bodenwöhr, Dieterskirchen, Steinberg am See und Wackersdorf beworben und die zweite Auswahlstufe erreicht. Das nun nötige integrierte, interkommunale städtebauliche Entwicklungskonzept wird eine Arbeitsgemeinschaft aus den Büros Futour (München) und Blank (Pfreimd) und dem Institut für Energietechnik erarbeiten. Der Auftrag wurde für eine Angebotssumme von 74 220 Euro erteilt. Abhängig von der letztendlichen Förderhöhe wird der Kostenanteil der Stadt zwischen 11 000 und 6500 Euro liegen.

Bürger-Info im Oktober

Ein erstes Zielkonzept stellt die Arbeitsgemeinschaft heute um 18 Uhr in der Schwarzachtalhalle bei einer internen Sitzung der beteiligten Gremien vor. Für 14. Oktober ist eine Infoveranstaltung für Bürger und Akteure geplant.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.