Neues Zahlungsmittel mit dem "Neunburger Zehner"
Neunburger Währungsreform

Überdimensionale Münzen und ein Samtsäckchen im Großformat hatten die Vertreter des Vereins "Die Selbständigen" um Vorsitzende Regina von Wenz (Vierte von links) zur Vorstellung des "Neunburger Zehner" mitgebracht. Auch die Bürgermeister aus der Stadt und den VG-Gemeinden sowie Partner aus der regionalen Wirtschaft waren dazu ins Rathaus gekommen. Bild: Mardanow
Wirtschaft
Neunburg vorm Wald
09.06.2015
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Der Euro hat zwar nicht ausgedient, doch ab 1. Juli wird in Stadt und Umland ein neues Zahlungsmittel Einzug halten: Mit dem "Neunburger Zehner" führt der Verein "Die Selbständigen" ein neues Gutscheinsystem ein. Goldene Münzen sollen das Einkaufserlebnis bereichern.

Die Nachfrage kann sich bereits sehen lassen: Wie "Selbständigen"-Vorsitzende Regina von Wenz bei einem Pressegespräch am Dienstag im Rathaus verriet, sind bereits über 40 Firmen mit im Gutschein-Boot. Mit Stichtag 1. Juli sollen goldfarbene Münzen - mit der Aufschrift "Neunburger Zehner" und dem Stadtwappen auf der Rückseite - an die Kunden ausgegeben werden. Ziel ist es, dass sich der "Zehner" als eigenständiges Zahlungsmittel etabliert.

Plädoyer für Service vor Ort

Laut Regina von Wenz hat jede Münze einen Wert von zehn Euro, das Einlösen wird in allen teilnehmenden Akzeptanzstellen oder Geschäften möglich sein. Das Gutscheinsystem soll vor allem die regionale und lokale Wirtschaft stärken, den Gemeinschaftsgedanken fördern und die Angebots- und Leistungsvielfalt der Region darstellen. Dazu wird zusätzlich zu den ausgegebenen Münzen ein kleiner Flyer überreicht, in dem sämtliche Teilnehmer aufgeführt sind. "Wir wollen zeigen, was wir im Service vor Ort zu bieten haben", beschreibt Von Wenz. Ihr schwebt vor, dass der "Zehner" nicht nur als Geschenk verwendet, sondern ihn Unternehmen auch als Bonus für ihre Mitarbeiter einsetzen.

Aufkleber kennzeichnen Geschäfte

Die Geschäfte werden mit Aufklebern als Annahme- und Ausgabestellen für den "Zehner" gekennzeichnet. Als Kooperationspartner hat sich Siglinde Hüther, Geschäftsstellenleiterin der Volksbank in Neunburg, zur Verfügung gestellt: Sie wird ehrenamtlich den Eintausch der Münzen für Geschäftskunden übernehmen. Die Vorsitzende dankte ihren Mitstreitern im Führungsgremium für den einstimmigen Beschluss, ein kostengünstiges und -neutrales System einzuführen. Teilnehmer aus dem Kreis der "Selbständigen" bezahlen für die Teilnahme eine jährliche Werbekostenpauschale von 50 Euro. Vorbild für den "Zehner" sei die "Rodinger Mark" gewesen, einiges von den dortigen Erfahrungen sei in das Konzept eingeflossen. Die Stadt Neunburg habe für das neue System "gut angeschoben", stellte Regina von Wenz heraus - "ansonsten wäre es nicht so schnell zu verwirklichen gewesen".

"Wichtiges Zeichen"

Bürgermeister Martin Birner wies auf die große Nachfrage nach den bisherigen "Neunburg-Gutscheinen" hin, die in gewisser Weise den Anstoß für das neue Gutscheinkonzept gegeben habe. Zwar sei Anfang Februar noch ein Scheckkarten-System vorgestellt worden, "dass es jetzt anders wird, ist aber auch kein Problem - viel wichtiger ist, dass nun alle dahinter stehen". Die Einführung des "Zehner" sah Birner als "wichtiges Zeichen für die Region". Weil die "Zehner-Zone" nicht auf das Stadtgebiet beschränkt bleiben, sondern auch auf die Nachbargemeinden und -märkte Dieterskirchen, Neukirchen-Balbini, Schwarzhofen und Thanstein ausgeweitet werden soll, nahmen auch die Bürgermeister Hans Graßl, Markus Dauch, Maximilian Beer und Walter Schauer am Gespräch teil.

Unter anderem war für Bürgermeister Beer (Schwarzhofen) entscheidend, dass "die Geschäfte den Mehrwert der Aktion erkennen müssen". Sein Amtskollege Schauer (Thanstein) betonte, hinter dem vorgestellten System zu stehen. Manuela Spießl ("Die Selbständigen") würde es begrüßen, wenn sich in jedem Ort ein Ansprechpartner für den "Zehner" finden würde.

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Weitere Infos ab 1. Juli im Internet:

http://www.neunburger-zehner.de
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