Drei Baustellen

Besichtigung der Räumlichkeiten des Neusorger Bahnhofs: (von links) zweiter Bürgermeister Dr. Günther Fütterer, Richard Stock, Gerald Braun, Dieter König, Christian Heinl, Bürgermeister Peter König, Josef Hösl und Hans Engelmann. Bild: kkl
Lokales
Neusorg
18.04.2015
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Drei Ortstermine hat sich der Neusorger Bau- und Umweltausschuss auf die Tagesordnung geladen. In Augenschein genommen wurden die ehemalige Wohnung im Bauhof, der Bahnhof und der Kindergarten St. Josef.

Die ehemalige Wohnung im Bauhof ist in einem maroden Zustand. Auch das Bahnhofsgebäude hat größeren Sanierungsbedarf, bevor man an eine weitere Nutzung denken kann. Im Kindergarten St. Josef soll der Eingangsbereich und der Flur schöner werden.

Wohnung geräumt

Architekt Gerald Braun war für eine Bestandsaufnahme der ehemaligen Wohnung des Bauhofs beauftragt worden. Da der verstorbene Mieter keine Angehörigen hatte, ließ die Gemeinde die Wohnung durch eine Firma räumen. Braun erläuterte die Missstände der Räume und wies auch auf die an der Fassade fehlenden Teile des Putzes hin. Die Rückführung in den Rohbauzustand sei unbedingt erforderlich. Den Umfang einer "nutzungsneutralen Sanierung" will Braun am Montag, 20. April, um 19.30 Uhr in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates vorstellen. Bürgermeister Peter König kündigte an, dass auch die Nachnutzung Thema sein werde. Zur Sprache kam, den Sozialraum der Mitarbeiter in die Räume der ehemaligen Wohnung zu legen und den bisherigen Mitarbeiterbereich als Werkstatt zu nutzen.

Die Besichtigungstour führte zum Bahnhof, den die Kommune erworben hat. Laut Bürgermeister König sei als Möglichkeit gegeben, den hinteren Gebäudeanbau in Garagen umzuwandeln. Darin könnten Festzelt und Bänke, die im Bauhof stören, gelagert werden. Der mittlere Teil des Gebäudes sowie der Schalterbereich würden noch von der Bahn genutzt.

Keine Extra-Kosten

Für den unteren Bereich stehe die Idee für ein wirtschaftliches Nutzungskonzept, wie einen Bioladen oder ein Gastgewerbe, so Peter König. Auch habe er angestoßen, die Verlegung der Nahwärme so zu dimensionieren, dass der Bahnhof angeschlossen werden könne, um nicht extra Kosten für eine neue Heizung zu haben. Ein Aufzug in die oberen Stockwerke sei unablässig. Diese Räume seien als kommunales Archiv geeignet. Für den Speicher stehe eine Registratur für die Aufbewahrung von Akten zur Debatte.

Daniela Burger, Leiterin des Kinderhauses St. Josef und Pfarrer Hans Riedl empfingen das Gremium in der Etage des Kindergartens. Ein Architekturbüro hat eine Aufstellung der Aufwendungen erarbeitet. Eingeflossen sind kindgerechte Aspekte wie etwa bei den Türen niedrigere Klinken sowie der vorgeschriebene Fingerschutz. Der Eingangsbereich sei die Visitenkarte des Hauses und der Gang weder hell, freundlich noch kindgerecht, sagte Burger.

Teile der Einrichtung des Flures entsprechen nicht den aktuellen Sicherheitsvorschriften. Der Steinboden ist zu rutschig, die bessere Lösung wäre ein Linoleumbelag. Die dunkelbraunen Holzdecken, der graue Kunststoff-Putz und die dunkelgrünen Flur-Möbel machen den Flur dunkel und sollen heller gestaltet werden. (Hintergrund)
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