Einheits-Eiche

Neusorgs Bürgermeister Peter König (Zweiter von rechts) und sein Stellvertreter Dr. Günther Fütterer (links) legten beim Pflanzen der Bäume selbst mit Hand an.
Lokales
Neusorg
04.11.2015
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"Drei Bäume für Deutschlands Einheit": Die Fichtelnaabtal-Grundschule Ebnath-Neusorg setzt ein Zeichen zur deutschen Wiedervereinigung. Und schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe.

Mit einem kurzen Lesetext über die Bedeutung und den Wert der Bäume für den Menschen eröffneten die beiden ersten Klassen mit ihren Lehrerinnen Sonja Brunner-Rosner und Jessica Plannerer eine doppelte Feierstunde an der Fichtelnaabtal-Grundschule Ebnath-Neusorg.

Zur Aktion "Drei Bäume für Deutschlands Einheit" und zum Abschluss der Bepflanzung im Zuge des Neubaus des Allwetterplatzes unterstrich Neusorgs Bürgermeister Peter König den Mehrwert der Maßnahmen, die das Schulgelände aufwerten und ein grünes und blühendes Ambiente schaffen. Die Aktion "Drei Bäume für Deutschlands Einheit" wird von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Verbindung mit der Firma Fielmann unterstützt. Für die Erwachsenen ist der Fall der innerdeutschen Mauer noch gut in Erinnerung. Für die heutige Schülergeneration ist der Mauerfall Geschichte. Mit der deutschen Wiedervereinigung sind weitere Mauern an den europäischen Grenzen gefallen. Reisefreiheit ohne Grenzkontrollen innerhalb Europas war die Folge.

Den Gedanken der Einheit symbolisch zu unterstützen, ist Ziel der Aktion "Drei Bäume für Deutschlands Einheit". Deutschland wächst zusammen und verändert sich wie die drei zu pflanzenden Bäume. Das Einheitsdenkmal sieht dabei überall in Deutschland gleich aus. Drei Bäume markieren ein gleichseitiges Dreieck mit einer Seitenlänge von jeweils zehn Metern. Die Baumarten stehen für die einstmals getrennten Teile Deutschlands und die Wiedervereinigung. Die Kiefer für den Osten, die Buche für den Westen, das vereinte Deutschland symbolisiert eine Eiche. Gepflanzt wurden die Bäume deshalb auch in dieser geographischen Ausrichtung. Auch die Bepflanzung des Allwetterplatzes stellte eine große Gemeinschaftsleistung mit vielen Beteiligten dar.

Die Planung durch Kreisfachberater Harald Schlöger wurde unter fachlicher Begleitung Gerhard Fröhlichs vom gleichnamigen Baubüro unter Teilfinanzierung und Pflanzhilfe durch den Maschinenring Tirschenreuth zusammen mit der achten Klasse und ihrer Lehrerin Erni Bühl umgesetzt. Für diese Gemeinschaftsleistung gelte Dank und Anerkennung, so der erste Bürgermeister. Für beide Aktionen bedarf es vieler Mitdenker und Mithelfer, die bereit sind, die Fichtelnaabtalschule positiv zu begleiten. Dies sei hervorragend gelungen.

Die Firma Fielmann unterstützt deutschlandweit die Pflanzaktionen, die einen Teil der Firmenphilosophie darstellen. Fielmann pflanzt jedes Jahr für jeden Mitarbeiter einen Baum, bis heute mehr als eine Million Bäume. Die Schule sei froh und stolz über die umfassende Unterstützung der schulischen Arbeit durch die Gemeinde und den Schulverband auch durch die lebensraumnahe Gestaltung des Schulgeländes. Dies trage viel dazu bei, sich in der Schule wohlfühlen zu können, um so den Prozess des Lernens und dessen Ergebnisse zu optimieren.

Zum Abschluss der Aktion trugen die Erstklässler gemeinsam das bekannte Gedicht Eugen Roths vor: "Zu fällen einen schönen Baum, braucht's eine halbe Stunde kaum. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk' es, ein Jahrhundert." Zur Erinnerung durfte die Schule zudem eine Infotafel zur Pflanzaktion entgegennehmen, die am Einheitsdenkmal aufgestellt wird.
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