Feuer und Flamme

Die Zweitklässler waren begeistert von einer äußerst spannenden Unterrichtsstunde. Damit nichts ins Auge gehen konnte, achtete Rüdiger Schulte vom Fraunhofer Zentrum in Bayreuth genauestens auf die Einhaltung von Sicherheitsregeln. Bild: ld
Lokales
Neusorg
03.08.2015
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Einen Forschertag der ganz besonderen Art erlebten die Zweitklässler der Fichtelnaabtal-Grundschule. Erneut kam Rüdiger Schulte, der im Fraunhofer Zentrum für Hochtemperatur-Leichtbau in Bayreuth tätig ist, für einen spannenden Projekttag zum Thema Feuer in die Bildungsstätte.

Nach dem Erklären grundlegender Labor-Regeln sowie notwendiger Sicherheitsmaßnahmen beim Experimentieren mit offener Flamme machte es sich der Versuchsleiter zur Aufgabe, den Kindern naturwissenschaftliche Phänomene rund um das faszinierende und gleichermaßen gefährliche Element aufzuzeigen und sie für einen verantwortungsvollen Umgang damit zu sensibilisieren.

Spiel der Farben

In vielen verschiedenen Versuchen, die die Buben und Mädchen teils auch selbst durchführen durften, lernten sie unter anderem, was Feuer zum Brennen benötigt, wie man eine Kerzenflamme mit Vitamin-C-Tabletten löschen kann, welche unterschiedlichen Temperaturen und Farben in einer Kerzenflamme stecken, bei wie viel Grad Papier auf einer Herdplatte zu brennen beginnt, wie ein Metall-Sieb die Wärme ableiten kann, warum der Saft einer Orangenschale brennt oder wann eine Flamme vom Streichholz zum Docht "springt".

Höhepunkte ware der " Streichholzwald", bei dem zunächst nur ein Streichholz angezündet wurde, der Funkenflug jedoch eine Kettenreaktion auslöste und blitzschnell alle Streichhölzer entzündete. Beeindruckt waren die jungen Forscher auch von der leichten Entflammbarkeit von Haaren und Haarspray. Zum Abschluss demonstrierte Schulte, wie gefährlich es ist, brennendes Öl mit Wasser zu löschen. Bereits eine geringe Menge Öl in einem Reagenz-Glas löste in Verbindung mit einem einzigen Tropfen Wasser eine beachtliche Explosion aus.

Schlimme Folgen

Welch verheerende Folgen es hat, eine ganze Pfanne brennendes Öl mit Wasser zu löschen, konnten sich die erstaunten Zweitklässler dann leicht denken.

Bevor Schulte die Kinder wieder in ihr Klassenzimmer entließ, mahnte er nochmals eindringlich, Experimente mit Feuer nur im Beisein eines Erwachsenen und unter Einhaltung der besprochenen Sicherheitsregeln auszuführen. Zusätzlich teilte er an die Schüler Informationsblätter für den Unterricht aus.
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