Gaudi auch ohne "Wiesn-Maß"

Lokales
Neusorg
02.10.2014
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Es bedarf nicht unbedingt einer Wiesn, um zünftig Oktoberfest feiern zu können. Das stellten die Fichtelnaabtalschüler eindrucksvoll auf dem Schulhof unter Beweis.

Da die Idee für eine solche Veranstaltung bereits im Vorjahr auf große Resonanz gestoßen war, lud die Fichtelnaabtalschule Ebnath-Neusorg auch heuer zum Oktoberfest ein. Es war ein herrlicher Nachmittag. Auf dem Schulhof waren auch Schüler in Dirndl und Lederhose zu sehen.

Der Elternbeirat hatte sich alle Mühe gegeben und dem Platz mit liebevoll zusammengestellten Arrangements auf den Tischen einen herbstlichen Anstrich verliehen. Auch die Versorgung mit Speisen und Getränken hatte die Elternvertretung übernommen, für reibungslosen Ablauf gesorgt und so einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen geleistet. Bis zum Abend gab es lange Schlangen an den Essensständen. Steaks und Bratwürste wurden restlos verzehrt.

Dank an die vielen Helfer

Der Dank der Schulleiterin galt bereits bei der Begrüßung den Helfern hinter Theken und in der Küche, wo sie schon lange vor Beginn aktiv waren. Auch viele Ehrengäste hatte das Oktoberfest angelockt. Bürgermeister Peter König als Vorsitzender des Schulverbandes, die Bürgermeister Ludwig König, Hubert Kraus und Franz Tauber als Vertreter beider Schulverbände, Pfarrer Hans Riedl und ehemalige Lehrkräfte der beiden Schulen Neusorg und Ebnath hatten sich ebenfalls eingefunden.

Ozapft nur für Erwachsene

Bilderbuchwetter begleitete das Schulfest bis zum Abend und nachdem die beiden zweiten Klassen mit ihrem Lied "Heut' zu unserm Feste begrüßen wir die Gäste" eröffnet hatten, hieß es: "Ozapft is!" - Natürlich nur für die Gäste, denn auf den obligatorischen Hinweis für Schüler auf Alkohol- und Rauchverbot konnte Sabine Graser trotz der guten Stimmung nicht verzichten.

Schnell verwandelten sich das Haus und die Umgebung rund um das Gebäude in ein "Bienenhaus". Dicht umlagert waren die Stationen des Orientierungslaufes, die die Klassen mit ihren Lehrkräften nach der Gesamtplanung von Lehrerin Daniela Stauter vorbereitet hatten. Es galt zu balancieren, möglichst viele Bälle in den Korb zu bekommen, mit Pedalos zu fahren und vieles mehr.

Die Bänke auf dem Schulhof waren restlos besetzt und auch auf denen in der Aula gab es nur noch vereinzelt Plätze. Kaffee und Kuchen fanden hier reißenden Absatz. Wer wollte, konnte in der Drachenwerkstatt unter Mithilfe von Schülern einen Drachen bauen, kleine Kunstwerke entstanden im Werkraum im Keller aus Ästen, Bast und Wolle. Manche Schüler zogen es vor, sich eher ruhig zu beschäftigen und sich im Handarbeitsraum auf einem selbstgestickten Spielbrett mit den Vätern im Mühle-Spiel zu messen.

Die Station des BRK, wo das Aufbauen eines Versorgungszeltes demonstriert wurde, war ständig besucht. Dort durften die Kleinen auch einmal ein Stethoskop aufsetzen und staunen, was es dort zu hören gibt. Natürlich war auch das Einsatzfahrzeug selbst interessant.

Griff in Süßigkeitenkorb

Auch die Teilnehmer des schuleigenen Geocaching-Parcours, den die Lehrerinnen Doris Lautenbacher und Roswitha Schraml vorbereitet hatten, waren zurückgekehrt, als Sabine Graser zum Schlussakt des Orientierungslaufs alle Grundschüler zum letzten Rätsel in die Klassenzimmer schickte. Dann war auch schon Preisverleihung aus einem großen Korb mit Gummibärchen und anderen Süßigkeiten, von denen sich jeder Teilnehmer etwas nehmen durfte. Ein wunderbares Fest war über die Bühne gegangen mit vielen interessanten Angeboten.

Ebenso schnell wie es aufgebaut war, verschwanden die Spuren des Oktoberfestes durch Zusammenarbeit von Eltern, Schülern und Lehrern wieder. Viele Helfer hatten ein tolles Fest ermöglicht, das den Besuchern große Freude bereitete.
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