Grenzenloses Gewerbe

Lokales
Neusorg
15.10.2014
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Das Fichtelnaabtal braucht keine Köseinestadt: Da waren sich die CSU-Räte der VG Neusorg einig. Die Zusammenarbeit funktioniere bereits und lasse sich auch in bestehenden Strukturen weiter ausbauen.

Die Zusammenarbeit der Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft stand im SV-Sportheim auf der Tagesordnung, als sich die CSU-Fraktionen aus Brand, Ebnath, Neusorg und Pullenreuth dort trafen (wir berichteten).

Intensiv beschäftigte sich die Runde mit Gewerbe- oder Industriegebieten. Als verbindendes Problem erwies sich die Topographie der Kommunen im Fichtelgebirge. Große Areale seien kaum zu finden. Deshalb dürften Gemeindegrenzen keine Rolle spielen, wenn sich ein Areal anbietet. Arbeitsplätze müssten zu den Leuten, wenn der Menschen in der Region bleiben sollen. Mehr Unterstützung wünschten sich die CSU-Räte vom Landratsamt.

Breiten Raum nahm auch das Radwegenetz ein. Auf Kritik stieß die Beschilderung des Landkreises zusätzlich zu den von der Steinwald-Allianz angebrachten Wegweisern. Dies sorge bei Radfahrern für Verwirrung. Die Pflege der Radwege auf Ebene der Steinwald-Allianz funktioniere nicht. Deshalb solle wenigstens die Verwaltungsgemeinschaft zusammenarbeiten..

In Sachen Fremdenverkehr setzen die Räte auf überregionale Werbung. Der potenzielle Urlaubsgast suche nicht nach einem Ort, sondern ein interessantes Gebiet. Thema war auch die Nachbarschaftshilfe. Ein Modell von Zeitkonten solle älteren Gemeindemitgliedern helfen, sich gegenseitig zu unterstützten. "Bügelarbeiten können dann gegen Schneeräumen getauscht werden." Dies könne Senioren helfen, aktiv zu bleiben. Dies gelte auch für das Mobilitätskonzept "Baxi" des Landkreises. Allerdings fehle dazu Informationen.

Zusammenarbeiten sollen auch die Bauhöfe der Mitgliedsgemeinden. Diese lasse sich nur in Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern und dem Personal verwirklichen.

In seinem Resümee erklärte Neusorgs CSU-Vorsitzender Gerald Braun, es gelte die Auswirkungen des demografischen Wandels gemeinsam anzugehen. Die Zusammenkunft sei ein erster Schritt gewesen, die junge Generation in der Region zu halten und etwas für die Senioren zu bewegen.
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