"Höchstsportliche Aufgabe"

Die Mädchen der 8. und 9. Klassen lieferten zur Feier des Tages eine unterhaltsame und originelle Tanzeinlage. Bilder: ld (2)
Lokales
Neusorg
29.09.2015
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Die Gemeinden haben ein offenes Ohr für die Belange der Schulen. Gespart wird selten. Dafür sind Lehrer und Schüler dankbar. Nun freuten sich die Verantwortlichen an der Fichtelnaabtalschule Ebnath/Neusorg über einen nagelneuen Allwetterplatz.

In den Ferien wurde begonnen, um den Schulbetrieb möglichst wenig zu stören. Nun konnte das Projekt im Rahmen des dritten Oktoberfests der Schule eingeweiht werden. Rektorin Sabine Graser sprach einmal mehr die wohlwollende Haltung der Gemeinden gegenüber den Belangen der Schulen an und verband damit einen ganz herzlichen Dank. Mit einem Lied hatten die beiden ersten Klassen die Feier eröffnet.

"Gesund und fit"

Bürgermeister Peter König erwähnte in seiner Rede das Projekt "Gesund und fit - alle machen mit" als Beispiel vieler Aktionen der Schule. Nach der Sanierung der Turnhalle und der Kurzstreckenlaufbahn könne mit dem neuen Platz ein weiterer Beitrag für einen starken Schulstandort geleistet werden. Die Umsetzung in einem relativ kurzen Zeitraum bezeichnete König als "höchstsportliche Aufgabe". Dass der Kunststoffbelag noch fehlt, sei auch im durchaus ambitionierten Fertigstellungstermin des 225 000-Euro-Projekts begründet.

Nach einem Schreiben der Schulleitung, in dem die Notwendigkeit einer Sanierung beschrieben wurde, gab der Gemeinderat bereits drei Monate später grünes Licht für die Neubaumaßnahme. Im Februar 2015 wurde in einer Schulverbandsversammlung die Ausführung beschlossen, nachdem die Regierung finanzielle Unterstützung zugesagt hatte. "14 Monate Umsetzungszeit, von der Idee bis zur Fertigstellung, kann sich sehen lassen", führte Peter König aus. Bis zum Tag vor dem Schulfest war gearbeitet worden, in dieser Woche wird nun noch der Belag aufgezogen.

Der vielfältige Dank für die Neuerung wurde dann auch in den Einführungsworten zur Segnung der neuen Anlage deutlich, die Pfarrer Hans Riedl aus Neusorg und Pfarrer Daniel Fenske vom evangelischen Pfarramt Brand bei Marktredwitz vornahmen. Gerhard Fröhlich, Inhaber des gleichnamigen Ingenieurbüros in Neusorg, informierte über die Anlage mit einer Größe von 28 mal 44 Metern sowie einer eingebauten Hoch- und Weitsprunganlage.

Hektisch geworden sei es am Ende der Bauphase, als die ausführende Firma mitteilen musste, dass sie den Termin für die Aufbringung des Asphalt- und Kunststoffbelags nicht einhalten könne. Die Firma Markgraf konnte aushelfen und bis zum Schulfest wenigstens den schwarzen Asphaltbelag aufbringen.

Regelmäßig bewegen

Schulamtsdirektor Rudolph Kunz fragte: "Wie viel Sport braucht die Schule?" Sie brauche mehr qualitativ hochwertigen, an den Erfordernissen einer veränderten Kindheit und Jugend ausgerichteten Sportunterricht. Zudem benötige sie regelmäßige Bewegungsphasen im Sitzunterricht, und die Lehrkräfte müssten Überlegungen anstellen, wie kognitive Lerninhalte mit Bewegung vermittelt werden können. Ein fitter Körper sei leistungsfähiger, stressresistenter, weniger krankheitsanfällig und für große Belastungen besser gewappnet.
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