Kirchenthumbacher Osteopath Georg Schöner referiert beim Frauenbund - Störfelder aufspüren
Sanft heilen ohne Medikamente

Heilpraktiker und Osteopath Georg Schöner aus Kirchenthumbach sprach vor Zuhörern beim katholischen Frauenbund in Neusorg über die sanften Heilmethoden. Bild: öt
Lokales
Neusorg
03.02.2014
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Die Zahl von rund 100 Zuhörern sprengte fast den Pfarrsaal, als der katholische Frauenbund Neusorg am Donnerstagabend den Osteopathen Georg Schöner aus Kirchenthumbach zu Gast hatte. Eingangs erklärte der Redner, er sei ausgebildeter Heilpraktiker und Osteopath mit Zusatzqualifikation als Kinderosteopath.

Der Begriff Osteopathie leite sich von Osteon - Knochen und von Pathos - Krankheit ab, informierte Georg Schöner. Begründer der Osteopathie sei der amerikanische Arzt Dr. Andrew T. Still. Osteopathie sei eine ganzheitliche Behandlungsform und ein Behandlungskonzept für Körper, Geist und Seele.

Prägend seien sanfte Heilmethoden ohne Medikamente und Geräte. Die Diagnose und Behandlung erfolge ausschließlich mit den Händen. Dabei werde nach der Ursache des Schmerzes oder der Beeinträchtigung gesucht und es würden Einschränkungen und Blockaden im Körper erkannt.

Ziel der Behandlung sei es, die Selbstheilungskräfte im Körper zu stimulieren. Nach Auffassung der Osteopathie ist alles im Fluss. Dies sei die Grundlage für Leben und Wohlbefinden. Alles im Körper habe seine eigene Bewegung und ein ungehinderter Fluss stelle die komplette Versorgung sicher.

Zu den vier Säulen der Osteopathie zählten, dass der Mensch eine untrennbare Einheit darstelle, der Zusammenhang von Funktion und Struktur, die Bedeutung von Gefäß- und Leitungsbahnen sowie die Selbstregulationskräfte des Körpers. Weiter gebe es drei Körpersysteme. Dieses sind das parietale System mit allem vom Bewegungsapparat, das viszerale System mit Organen, Blut- und Lymphgefäßen und das craniosacrale System mit dem Schädel-Kreuzbein-Bereich.
Der Kopf vereine alle drei Systeme, Herz und Lunge sind die Chefs im Körper. Die Systeme sind durch bindegewebige Häute, die Faszien, lückenlos verbunden. Nach Begründer Still gilt: "Nur wenn alle drei Systeme des Körpers korrekt ausgerichtet sind, besitzen wir die perfekte Gesundheit."

Lange Erfahrung nötig

Die Osteopathie in der Praxis, so Georg Schöner, erfordere Fingerspitzengefühl und langjährige Erfahrung. Es erfolge keine Symptombehandlung, sondern die Suche nach der Ursache durch Aufspüren von Störfeldern, Barrieren und Bewegungsstörungen. Die Osteopathie löst diese Barrieren, setzt Impulse und stellt das Gleichgewicht wieder her. Die rechtzeitige Beseitigung von Funktionsstörungen könne Krankheiten verhindern.

Osteopath sei derzeit noch kein eigenständiger Beruf. Vorausgesetzt werde Arzt oder Heilpraktiker. Die Ausbildung dauere in der Regel fünf Jahre. Die Qualifizierung erfolge mit der Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit. Es gebe auch Zusatzqualifikationen, wie Kinderosteopath. Die Behandlungsdauer richte sich nach dem Beschwerdebild, der Abstand der Folgebehandlungen sei individuell. Die Kosten, die inzwischen von einigen Krankenkassen teilweise übernommen werden, betragen je Sitzung zwischen 50 und 100 Euro. Bei der Behandlung liefere das Patientengespräch wertvolle Informationen.
Osteopathie eigne sich für jedes Alter und beseitige Störungen des Bewegungsapparates, Beschwerden im Kopfbereich, Frauenleiden und internistische Beschwerden. Ausführlich ging Georg Schöner auf Osteopathie für Kinder ein.

Kein Allheilmittel

Osteopathie sei jedoch kein Allheilmittel und ersetze nicht die schulmedizinische Therapie. Ebenso sei sie keine Notfallmedizin. Im Zentrum der osteopathischen Behandlung stehe nicht die Krankheit, sondern der Patient, schloss der Redner seine interessanten Ausführungen.
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