Lächeln im Garten

Lokales
Neusorg
23.10.2015
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"Der Garten bildet einen wichtigen Teil des häuslichen Umfeldes." Bei der Herbstversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Neusorg am Dienstagabend im Gasthof Dumler sprach Kreisfachberaterin Manuela Pappenberger.

Sie informierte die Gartenfreunde über das Thema "Der pflegeleichte Garten". Dabei bezeichnete sie Stauden als das "Lächeln" des Gartens. Jedoch gelte es, die Standortansprüche zu beachten. So sollten Rosensträucher nicht unter Bäumen gepflanzt werden. Ein guter Standort vermindere sogar den Schädlingsbefall.

Heimisch und robust

Die Referentin empfahl robuste heimische Pflanzen wie Holunder oder Haselnuss aus regionalen Baumschulen zu verwenden. Diese seien dem örtlichen Klima angepasst. Bei Rosen bestätige das ADR-Zeichen deren Robustheit. Exotische Pflanzen sollten in der Nähe des Hauses Platz finden. Damit könnten sie ohne großen Aufwand und weite Wege vor dem ersten Frost zur Überwinterung umgesetzt werden. Dies gelte auch für Gladiolen oder Dahlien.

Übermäßigem Auftreten von Unkraut könne mit dem Einbringen von Vliesflächen im Untergrund oder mit Mulchabdeckung entgegengewirkt werden. Alternativen seien auch Kiesbeete mit Stauden. Für die Bepflanzung unter Bäumen empfahl die Kreisfachberaterin Stauden als Bodendecker. Rasen sei dafür weniger geeignet.Bei den pflegeintensiven Rasenflächen riet die Referentin auf zusammenhängende Flächen ohne beim Rasenmähen störende Bäume zu achten. Sie gab jedoch zu bedenken, dass der Pflegeaufwand auch von der Art des Rasens abhänge. Eine Alternative sei eine Blumenwiese, die nur wenig Pflege benötige. Zu beachten sei ebenso der Aufwand beim Wässern der Grünfläche. Hier bieten sich Rasensprenger an. Genügsam wären Gräser oder Farne, hob Manuela Pappenberger hervor.

Dagegen bedürfe der Nutzgarten - je nach Pflanzenart - mehr Pflege. Hierfür seien Tischbeete oder Hochbeete als rückenschonende Möglichkeit geeignet. Letztere sollten unten mit Drahtgewebe gegen Wühlmäuse abgesichert werden. Die Befüllung erfolge mit Reisig, Rasen oder Rohkompost.

Schon bei der vorausschauenden Planung eines Gartens gelte es altersgerechte Ruheplätze zu berücksichtigen. Dabei sollte auch auf die Wege geachtet werden. Hier biete sich Betonpflaster, Naturstein oder Klinker an. Die Breite müsste auch für einen Rollator oder Rollstuhl ausreichen.

Bei der Terrassengestaltung sollte ein stufenloser Zugang zum Haus Berücksichtigung finden. Im Garten würden Spindel-, Säulen- oder Spalierbäume die Ernte erleichtern. Abschließend stellte sich Kreisfachberaterin Manuela Pappenberger den Fragen der zahlreichen Besucher der Herbstversammlung.

Apfelsaft im Angebot

OGV-Vorsitzende Ottilie Heidl informierte die Mitglieder, dass am Freitag der letzte Termin für das Pressen von Äpfeln stattfinde. Weiter wies sie darauf hin, dass der Obst- und Gartenbauverein Apfelsaft zum Verkauf anbietet. Ihr Dank galt hier der Mostmannschaft für ihren Einsatz. Der Jahresabschluss ist am 28. November mit Stubenmusi im Restaurant "Sonnental".
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