Nicht auf der Höhe der Zeit

Lokales
Neusorg
01.12.2015
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Für ihr Alter funktioniert die Neusorger Kläranlage noch sehr gut. Doch sie ist nicht mehr effektiv. "Damals gab es das Wort Energiewende halt noch nicht", gab Bürgermeister Peter König zu. Auch beim Wasserwerk ist der Klimawandel zu spüren.

Die Kläranlage ist seit 1990 im Einsatz. Der Zustand der technischen Anlage sei tadellos und gebe auch keinen Anlass zur Sorge, informierte König vor Ort bei der Gemeinderatsitzung.

Trotz guter technischer Zahlen müssen die Gemeinderäte einen Blick in die Zukunft werfen. Die Aggregate seien, so der Bürgermeister, in die Jahre gekommen. Was damals eine Revolution war, sei heute überholt. "Das damals moderne Gerät ist halt heute leider nicht mehr so modern", kommentierte König. "Auch beim Stromverbrauch ist noch Einsparpotential vorhanden." Dass die Anlage in den kommenden Jahren modernisiert werden muss, steht außer Zweifel. Wann das aber sein wird, blieb am Samstagvormittag offen. "Da wartet noch viel Arbeit auf uns", waren sich Bürgermeister und Gemeindevertreter einig.

Alles andere passe, selbstverständlich auch die Werte. König nannte als Beispiel die Stickstoffwerte, die deutlich gesenkt werden konnten. Man spare durch die gute Arbeit sogar Geld. ÜWG Gemeinderat Karl Lenhard stellte fest: "Je besser die Wartung, umso günstiger also auch die Arbeit."

Einen Ortswechsel machte dann Tagesordnungspunkt zwei notwendig. Diesen behandelte das Gremium mitten im verschneiten Wald, bei Wasserwart Norbert Schwarz. Der erwartete den angekündigten Besuch im Maschinenhaus des Wasserwerkes "Mauswinkel". Die Gäste zeigten sich beeindruckt vom einwandfreien, sauberen Zustand der Anlage, die sich seit der Eröffnung in einem kaum veränderten Zustand präsentiert. Sauber und technisch einwandfrei produziere man ein hochwertiges, einwandfreies Lebensmittel, erklärte Schwarz. Trotzdem zeigte er sich ein wenig besorgt über den Klimawandel. Der regenarme Frühling, ein trockener Sommer und schneearme Winter hinterlassen auch bei der Wasserversorgung deutliche Spuren. Trotzdem konnte Schwarz die Gemeinderäte beruhigen: Die Schüttung sei aufgrund der Trockenperioden zwar zurückgegangen: "Bei den Entnahmemengen stoßen wir in Neusorg aber noch nicht an die Grenzen." Auf alle Fälle sei die Wasserqualität optimal und das zu einem sehr guten Preis. Um diesem Qualitätsanspruch gerecht zu werden, sei regelmäßige Pflege der Trinkwasserbrunnen wichtig. Etwas Sorgen bereiten Ablagerungen aus Eisenocker, deren Ursache zurzeit unbekannt ist. Hier wird man wohl um eine Brunnensanierung nicht herumkommen.
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