Pateninspektion bei Volkstrauertag dabei - Kriegsschrecken nicht vergessen
Opfer für heutige Freiheit

Lokales
Neusorg
17.11.2015
13
0
Zahlreiche Vereinsabordnungen sowie eine separate Abordnung der 5. Batterie des 131. Artilleriebataillons hatten sich anlässlich des Volkstrauertags in Neusorg versammelt. Pfarrer Hans Riedl und Diakon Harald Schraml zelebrierten den Gottesdienst in der Pfarrkirche, den der Männergesangverein sowie die Blaskapelle Neusorg musikalisch gestalteten.

Angesichts des aktuellen Geschehens in Paris appellierte Pfarrer Riedl, sich vor den Schrecken der vergangenen Kriege nicht durch Vergessen abzuwenden. Vielmehr sei der Stellenwert des Volkstrauertags in Erinnerung zu rufen.

Wie sehr die Zeichen der Zeit sich im Volkstrauertag widerspiegeln, versinnbildlichten die Ansprachen. So seien auch 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg wieder Menschen infolge von Terror und Gewalt auf der Flucht. Bürgermeister Peter König verglich die Bilder der Flüchtlinge, die derzeit über das Mittelmeer und die Balkanroute in unser Land kommen mit den Vertriebenenströmen nach dem Krieg. Doch sei auch laut König ein weltweites Zusammenstehen nötig gegen Terror, Krieg und die Schändung der Menschenrechte. Mit der Hoffnung, dass man nie wieder einen Anlass finden müsse, einen erneuten Gedenktag einzuführen, schloss er seine Ausführungen.

Für die Pateninspektion aus Weiden sprach Oberstleutnant Claudia Kolodinski. Sie rief in Erinnerung, dass in Deutschland auch in jüngerer Vergangenheit Familien um Bundeswehrangehörige trauern. So solle doch der Volkstrauertag nicht ein Tag sein, an dem man als Volk trauere, sondern ein Gedenken an die deutschen Soldaten. Die täten derzeit in 40 Krisenbrennpunkten auf der ganzen Welt Dienst, um ein friedliches Miteinander der Völker zu gewährleisten.

Norbert Schwarz als Vorsitzender der Soldaten und Reservistenkameradschaft erinnerte neben den Opfern der Weltkriege auch an die Gründung der Bundeswehr und den damit verbundenen Wert an Sicherheit für das deutsche Volk und den Frieden in der Welt. Nach den Ansprachen zogen die Teilnehmer zum Ehrenmal der Gemeinde, an dem die SRK Neusorg eine Ehrenwache abhielt. Hier legten die Gemeinde, die Pateninspektion und die ortsansässige Soldaten- und Reservistenkameradschaft Kränze nieder. Die Neusorger Blaskapelle intonierte das Lied vom guten Kameraden.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.