Pater Joy Munduplackal aus Nagel berichtet Wissenswertes über sein Heimatland Indien
22 Sprachen, 1500 Dialekte

Lokales
Neusorg
20.04.2015
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Im Jugendheim hatte Pater Joy Munduplackal aus Nagel, zu einer Begegnung mit Land, Leuten und Geschichte Indiens eingeladen. Der Geistliche war erfreut darüber, im Auftrag der KAB erzählen zu dürfen und bat darum, nicht alles zu glauben, was in den Medien über sein Heimatland berichtet werde.

In seinem mit Lichtbildern untermalten Vortrag machte er deutlich, dass Indien 3,28 Millionen Quadratkilometer Fläche hat und 1,2 Milliarden Einwohner. In 28 Unionsstaaten würden 22 Sprachen und mehr als 1500 Dialekte gesprochen. Nationalsprachen seien Hindi und Englisch. Pater Joy gab auch einen Einblick in die Geschichte des Landes. Die Kultur Indiens reiche bis 4000 Jahre vor Christus zurück. Im 16. Jahrhundert hätten die Portugiesen Eroberungen vorgenommen, und ab Mitte des 18. Jahrhunderts übten die Briten ihren Einfluss aus.

In Indien herrsche Glaubensfreiheit. Es gebe vier Hauptreligionen, darunter 80,5 Prozent Hindu und 2,3 Prozent Christen. Das Christentum sei mit dem Apostel Thomas nach Indien gelangt. Es wurde vom Hinduismus beeinflusst. Derzeit leben in Indien in 167 Diözesen 28 Millionen Christen, darunter 18 Millionen Katholiken.

Ebenso gebe es die vier Kasten, eine Art Standesgliederung. Diese seien zwar gesetzlich verboten, sind aber in entfernten Dörfern immer noch üblich. Das Land habe viele Arbeitslose, besitze aber eine schnell wachsende Wirtschaft, ergänzte der Redner. Der Geistliche ging auch auf das Leben der Inder ein. Oftmals würden junge Eheleute von der Familie verheiratet. Sie geben sich ein Treueversprechen. Statt Eheringen seien Hochzeitketten Brauch. Gegessen werde auf dem Fußboden.

Weiter streifte der Pater seine Heimat, das Bundesland Kerala an der Malabaküste. Dort herrsche sechs Monate Regenzeit, und wegen der reichen Vegetation gebe es viele Plantagen. Hauptnahrungsmittel seien dort Reis mit Curry und Gemüse.

Die Leute seien sehr gläubig. Der lebendigen Kirche entwachsen viele Ordensleute. Begleitet wurde der Vortrag von Bildern über Landschaft, Pflanzen, Tiere und Leute. Ein indischer Tanzfilm beschloss den Vortrag. Gabriele Söllner dankte dem Geistlichen für seine Ausführungen mit einem Präsent.
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