"Richtiger Schritt"

Lokales
Neusorg
19.02.2015
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Es ist ein "Schritt in die richtige Richtung". Die Dekanats-Leitung des Katholische Deutschen Frauenbundes begrüßt die geplante Reform des Prostitutionsgesetzes.,

Der KDFB steht der Reform des ohnehin umstrittenen Prostitutionsgesetzes positiv gegenüber, war aus Wunsiedel zu erfahren. Diese Reform soll künftig den Schutz und die Sicherheit der im Rotlicht-Milieu beschäftigten Damen verstärken.

KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth betonte: "Die Beschlüsse der Koalition sind ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings hätten wir uns an einigen Stellen Aussagen mit größerer Verpflichtung zur Verbesserung der Situation der Prostituierten gewünscht". Der KDFB werde aber auch weiterhin das Gesetzgebungsverfahren konstruktiv begleiten.

Engmaschige Fristen

Als positiv wertet es der Katholische Frauenbund, dass an mehreren Stellen in der getroffenen Vereinbarung eine gesundheitliche beziehungsweise medizinische Beratung festgeschrieben und damit für Prostituierte verpflichtend ist. Ebenso begrüßt der Verband die für die Altersgruppe der unter 21-Jährigen vorgesehenen Schutzmaßnahmen wie engmaschige Fristen bei der Anmeldung und der medizinischen Beratung.

In diesem Beschluss der Koalitionsfraktion sieht der KDFB besonders für die sehr jungen Frauen einen verbesserten Zugang zu Beratungen und Unterstützungsmaßnahmen. Dies sei ein wichtiger Schritt für mehr Schutz und Sicherheit. Psychosoziale Beratung und niedrigschwellige Angebote könnten gerade für Zwangsprostituierte und Gewaltopfer hilfreich sein.

Deshalb bestärke der Frauenbund die politisch Verantwortlichen, konkrete Rahmenbedingungen für ein weiteres Beratungsangebot zu schaffen. Damit könne überall eine dauerhafte, persönliche und umfassende Unterstützung gewährleistet werden.

Würde nicht missachten

Unabhängig von den Vereinbarungen zum Prostituiertenschutzgesetz fordere der KDFB von der Bundesregierung weiterhin eine konsequente Bekämpfung von Zwangsprostitution und Menschenhandel. Dr. Maria Flachsbarth bekräftigt, besonders das Verhalten von Freiern, die die Situation von Frauen bewusst ausnutzen und deren Würde missachten, müsse sozial diskreditiert oder sogar gesetzlich geahndet werden.
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