Rohre, Rathaus, Rückendeckung

Lokales
Neusorg
24.11.2015
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Der Gemeinderat Neusorg hat in seiner jüngsten Sitzung eine umfangreiche Tagesordnung abgearbeitet. Mit erfreulichen sowie weniger erfreulichen Ergebnissen.

Der erste Punkt enthalte eine erfreuliche Mitteilung, kündigte Bürgermeister Peter König an. Das Gremium hat die Gebührenbedarfsberechnung für die Entwässerungseinrichtung der Gemeinde Neusorg vom 6. November anerkannt und eine Abwassergebühr von 2,53 Euro pro Kubikmeter für 2016 festgesetzt. Im jährlichen Kalkulationszeitraum wurden der errechnete Gebührenbedarf von 185 895 Euro und 73 388 Kubikmeter Abwasseranfall von 2014 zugrunde gelegt. Hier wirkte sich der kalkulatorische Zinssatz von 5,6 Prozent auf 3,8 Prozent mit einer Senkung um sieben Cent auf die Abwassergebühr aus.

Nicht so erfreulich wie im Abwassersektor sei es laut König bei der Wasserversorgungseinrichtung: Allein schon sieben Wasserrohrbrüche im Asphaltbereich bis Ende Oktober schlugen mit 17 500 Euro sowie die Sanierung des Quellsammelschachtes mit 5700 Euro zu Buche. In den vorangegangen Jahren wurde ein Pachtzins von 1640 Euro veranschlagt. Da in diesem Jahr ein neuer Pachtvertrag mit der Forst AG Ebnath abgeschlossen werden soll, wurde ein Pachtzins von 6500 Euro angesetzt.

Der festgestellte Gebührenbedarf in Höhe von 168 132 Euro wurde auf der Basis des Wasserverbrauchs 2014 von 76 980 Kubikmeter errechnet. Dies ergäbe eine Erhöhung um 18 Cent, von derzeit 2 Euro auf 2,18 Euro 2016. Dritter Bürgermeister Karl Lenhard sieht die Erhöhung bei einem haushaltsüblichen Verbrauch von 40 Kubikmetern vertretbar. In Sachen Pacht sei der Vertrag noch nicht ausverhandelt und es sei noch Redebedarf, erklärte Bürgermeister König auf Nachfrage von Gemeinderatsmitglied Hans Englmann.

Rathaus sanieren

Seit zwei Jahren sei die Gemeinde Neusorg Mitglied im Verein "Kommunen gegen die Gleichstrompassage Süd-Ost", erklärte König. "Wir sollten die Solidargemeinschaft wahren." Mit dem Mitgliedsbeitrag von 50 Cent je Einwohner und Jahr werde gearbeitet. Es läge leider immer noch keine verlässliche Trassenplanung vor. Die Gemeinde müsse weiterhin damit rechnen, von der Trasse betroffen zu sein. Gerald Braun berichtete als zweiter Sprecher der Bürgerinitiative, das Thema sei weiterhin heiß. Auch wenn eine Erdverkabelung kommen würde, brächte dies weitere und andere Probleme mit sich. Das Gremium entschied für zunächst 2016, weiterhin Mitglied in dem Verein zu bleiben.

König erzählte, dass die Sanierung mit Putzausbesserungen im Kellergeschoss mit Einbau eines Verwaltungsgemeinschafts-Archivs sowie Unterhaltsarbeiten im Rathaus Neusorg Thema einer Verbandsversammlung gewesen seien. Sie hätten Zustimmung erhalten. Der Gemeinderat stellte einhellig fest, das Rathaus sei auf Vordermann zu bringen und die Sanierung des Kellerraums mehr als notwendig.

Mit der Einrichtung des Archivs sei der Gemeinde und der Verwaltungsgemeinschaft geholfen. Folgende Unterhaltsmaßnahmen wurden beschlossen: Putzausbesserungen im Kellergeschoss mit Einbau eines VG-Archives im ehemaligen Öllagerraum, Malerarbeiten an den Fenstern des Rathauses, Dachreparaturen mit Schneestopper sowie Malerarbeiten im Bürgermeisterzimmer und im Sitzungssaal. Hier erfolgte der Beschluss, die Verwaltung werde entsprechende Angebote einholen und die Arbeiten bautechnisch begleiten. Die Umsetzung solle 2016 erfolgen und sei mit voraussichtlichen Gesamtkosten von 36 000 Euro im Haushalt 2016 zu berücksichtigen. Die Gemeinde ist bereit, den bisher als Heizöllager verwendeten Raum an die Verwaltungsgemeinschaft Neusorg als zusätzlichen Archivraum zu vermieten.

Bescheid von Söder

Zum Abschluss der Sitzung hatte Bürgermeister König noch eine erfreuliche Mitteilung zu verkünden. Der Nachtragshaushalt der Gemeinde Neusorg sei ohne Beanstandungen genehmigt. Die Gemeinde werde eine Stabilisierungshilfe von 300 000 Euro erhalten. Am 27. November bekomme er den Bewilligungsbescheid von Minister Markus Söder, sagte König.
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