Seniorenbeauftragte des Landkreises tagen in Neusorg - Im Mittelpunkt: Kosten für die ...
Kinder dürfen kein Sozialfall werden

Zum Foto: Von links Leiter der Seniorenfachstelle Herr Wolfgang Fenzl, Dipl.-Finanzwirt vom Klinikum Weiden Herr Mario Gittler, Frau Brigitte Scharf, Kreisseniorenbeauftragter Herr Ludwig Spreitzer, Seniorenbeauftragter der Gemeinde Neusorg Herr Alois Greger, 1. Bürgermeister der Gemeinde Neusorg Herr Peter König
Lokales
Neusorg
24.10.2015
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Zu ihrem dritten Quartalstreffen kamen auf Einladung des Kreisseniorenbeauftragten Ludwig Spreitzer und der Seniorenfachstelle die Seniorenbeauftragten der Städte, Märkte und Gemeinden des Landkreises Tirschenreuth in der Rektor-Haindl-Aula in Neusorg zusammen.

Bürgermeister Peter König informierte über seine Marktgemeinde. Alois Greger stellte sich als neuer Seniorenbeauftragter der Kommune vor. Aufklärungsarbeit zum Thema "Heimunterbringung - Wer übernimmt die Kosten, wenn die Rente nicht ausreicht?" leistete Brigitte Scharf. Viele Heimbewohner hätten nicht das notwendige Geld für die monatlichen Kosten für die Unterbringung.

Reicht dafür die eigene Rente oder das angesparte Vermögen nicht aus, seien die leiblichen Kinder unterhaltspflichtig, erklärte Scharf. Sie seien im Ernstfall verpflichtet, ihre finanziellen Verhältnisse offenzulegen. Dabei ist es auch von Bedeutung, ob das Kind ein eigenes Haus besitzt oder zur Miete wohnt. Scharf beruhigte aber die Seniorenbeauftragten: "Keinem Kind wird das Einfamilienhaus weggenommen, wenn die Eltern ins Pflegeheim müssen". Das verwertbare Vermögen werde genau ermittelt. Auch müsse ein Nachweis über verschenkte Vermögenswerte in den zurückliegenden zehn Jahren vorgelegt werden. "Es bringt nichts, noch schnell Geld vom Sparguthaben abzuheben", warnte Scharf, "das muss wieder zurückgezahlt werden". Ein Kind dürfe aber wegen der Heimunterbringung der Eltern nicht zum Sozialfall werden. Soweit die Kinder keinen Unterhalt zahlen können, übernimmt der Bezirk die notwendigen Heimkosten.

Diplom-Finanzwirt Mario Gittler vom Klinikum Weiden stellte den Senioren "Das neue Patientenrechte-Gesetz" vor. Im Behandlungsalltag erleben die Kranken immer wieder Defizite im Gesundheitssystem. Das reicht von Nichtbeachtung von persönlicher Behandlungswünschen, der Versagung der Einsicht in die Behandlungs-Dokumentation bis hin zu Fehlern in der Behandlung. Notwendig sind Regelungen, die die Rolle des mündigen Patienten stärken und ihn auf Augenhöhe mit dem Behandelnden bringen.

Das Patientenrechtegesetz hilft Patientinnen und Patienten, ihre Rechte zu kennen. Denn nur diejenigen, die ihre Rechte kennen, könnten diese auch durchsetzen.
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