Sieben Wege zum Ziel

Lokales
Neusorg
28.02.2015
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Bürgermeister Peter König vertritt die Kommune im Vorstand der Teilnehmergemeinschaft für die Dorferneuerung Riglasreuth-Weihermühle. Dies bestimmten die Mitglieder des Gemeinderats einstimmig in der jüngsten Sitzung.

Die Stellvertretung übernimmt zweiter Bürgermeister Dr. Günther Fütterer. Sind beide verhindert, wird dritter Bürgermeister Karl Lenhard die Aufgabe übernehmen. Die Teilnehmerversammlung in Riglasreuth sei gut besucht gewesen und die Teilnehmergemeinschaft habe sich inzwischen konstituiert, teilte König mit.

Rund eine Million Euro

Zum Punkt "Internationales ländliches Kernwegenetz über die Steinwald-Allianz" informierte der Rathauschef, dass es der Steinwald-Allianz mit ihren 16 Kommunen gelungen sei, in das neue Förderprogramm Interkommunales Kernwegenetz über das Amt für Ländliche Entwicklung der Oberpfalz aufgenommen zu werden. Für jede Gemeinde stehe eine Fördersumme von zirka einer Million Euro mit einem Fördersatz von rund 70 bis 80 Prozent zur Verfügung. Ein erforderlicher Grunderwerb sei nicht zuwendungsfähig.

Der Abschluss des Konzepts für die Steinwald-Allianz sei bis im Sommer 2015 geplant, sagte Peter König. Für die Planung sei es wichtig, dass das künftige Kernwegenetz auf lange Sicht angelegt werde. Deshalb werden die Wege in drei zeitliche Ausbauprioritäten eingeordnet. In Priorität eins seien die Ausbauten, die in den nächsten zehn Jahren dringend erforderlich seien, einzustufen. Ausbauten, die mittelfristig angezeigt sind, seien der Prioritätsstufe zwei, andere der Stufe drei zuzuordnen.

In drei Stufen

Bürgermeister Peter König stellte seine Ideen und zusätzlichen Vorschläge zum bereits ausgearbeiteten Kernwegenetz der Gemeinde Neusorg anhand einer Gebietskarte vor. Insgesamt sieben Kernwege ordnete das Gremium einstimmig in drei Prioritätsstufen ein. Die Prioritätsstufe eins erhielt die Gemeindeverbindungsstraße von Wernersreuth nach Oberwappenöst mit der Brücke in Wernersreuth.

Der Weg, der in Teilen, wie auch die Brücke in Wernersreuth, sanierungsbedürftig ist, soll zu einem Ringweg gestaltet und in das Wegesystem eingebunden werden. Hier stehe schon lange eine Sanierung an, und auch die Waldbesitzer würden sich über eine erleichterte Holzabfuhr freuen, teilte Dr. Günther Fütterer die Meinung von Peter König.

Flurweg zur Brücke

Ebenfalls in Prioritätsstufe eins wurde die alte Riglasreuther Straße im Dobnerwald eingestuft, um auch hier die Holzabfuhr komfortabler zu gestalten. Der Flurweg zur Eisenbahnbrücke wurde auch auf Priorität eins gesetzt. In Priorität zwei wurde die Verbindung von Stöcken in Richtung Sportzentrum weiter zur Steinwaldstraße eingefügt. Hier befürwortete das Gremium - auch in Anbetracht des geplanten Multifunktionsplatzes - den Ausbau eines Stück Feldwegs für ein leichteres Durchkommen zur Steinwaldstraße.

Weg 5 ist die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Neusorg und Höll. Laut Gemeinderatsmitglied Dieter König sei diese in einem ganz schlechten Zustand. Sie wurde mit Prioritätsstufe zwei auf den Plan gesetzt. Auch Weg 6 vom "Dragoner" nach Schurbach erhielt die Stufe zwei. Mit Priorität drei wurde der Verbindungsweg Höhe Kalvarienbergkapelle bei Ebnath aufgenommen. Laut Bürgermeister König wird sich bei der Planung ergeben, welche Teile der Wege mit Asphalt oder ungebunden mit Schotter ausgebaut werden.

Frage der Finanzierung

Mit der Frage "Wie kann der neue Multifunktionsplatz finanziert werden?", beschäftigt sich das Neusorger Gremium intensiv. Für die Umsetzung in der Kommune stellten die Gemeinderäte folgende geplanten gemeinsamen Projekte mit grenzüberschreitenden Aktivitäten stichpunktartig auf:

Feuerwehrübungen, Sommerzeltlager, Sportveranstaltungen, Gewerbeausstellungen, kulturelle sowie gesellschaftliche Veranstaltungen, Vereinsfeste und die Verwendung des Platzes für touristische Zwecke. "Es war uns ein großes Anliegen, für unsere Vereine wieder einen Festplatz zu haben", teilte zweiter Bürgermeister Dr. Fütterer mit.

Strom für Stöcken

Dritter Bürgermeister Karl Lenhard sprach sich für eine Erweiterung in Richtung Tourismus aus. Da das Gelände des geplanten Multifunktionsplatzes an einen Radweg grenze, könnten hier Abstellplätze für Fahrräder und auch Wohnwagen für eine Übernachtung geschaffen werden.

Bürgermeister König informierte noch über den Plan für eine neue Stromaufbindung zur Verbesserung der Stromversorgung in Stöcken. Ein neues Niederspannungskabel soll verlegt werden.
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