Sterne für glückliche Kinderaugen

Die Wunschsterne-Aktion eröffneten in der Neusorger Filiale der Raiffeisenbank Geschäftsstellenleiter Karl Braun (links), Direktor Albert König (Vierter von links) mit Bankangestellten sowie Pfarrer Hans Riedl (Vierter von rechts), der Geschäftsstellenleiter des Caritasverbands Tirschenreuth Jürgen Kundrat (Fünfter von rechts) und Bürgermeister Peter König (Sechster von rechts) mit Caritas-Mitarbeitern. Bild: oet
Lokales
Neusorg
30.11.2015
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Die Wunschsterne-Aktion startete zum siebten Mal in der Geschäftsstelle Neusorg der Raiffeisenbank Kemnather Land. Das Projekt, das von der Raiffeisenbank und dem Caritasverband Tirschenreuth organisiert wird, beschafft Weihnachtsgeschenke für Kinder, deren Eltern wenig Geld zur Verfügung haben.

Direktor Albert König dankte allen, die sich die Zeit nahmen, um an der Eröffnungsveranstaltung der Wunschsterne-Aktion teilzunehmen. Er betonte, "wenn es diese hervorragende Einrichtung noch nicht gäbe, müsste sie erfunden werden". Albert König zollte der Caritas Tirschenreuth mit Jürgen Kundrat seinen Dank für die Umsetzung. Gleichzeitig dankte er den Kunden und den vielen Außenstehenden, die sich für diese gute Aktion interessieren und bei denen Spendenbereitschaft vorhanden sei.

Nicht auf der Sonnenseite

König erinnerte, auch die Raiffeisengenossenschaft sei aus einer Not heraus entstanden. Somit sei er glücklich, in der Raiffeisenbank Kemnather Land-Steinwald diese Veranstaltung eröffnen zu dürfen. Gleichzeitig dankte er den Mitarbeitern der Geschäftsstelle Neusorg, die hier federführend seien. "Wir sind froh über diese gemeinsame Aktion", erklärte Jürgen Kundrat von der Caritas Tirschenreuth. Dennoch stimme es nachdenklich, dass es solcher Aktionen bedürfe. Der Geschäftsführer unterstrich, die Caritas stehe regelmäßig in Kontakt mit Menschen, die wirtschaftlich nicht auf der Sonnenseite unserer Gesellschaft leben. Dies betreffe sowohl Deutsche, als auch Menschen auf der Flucht.

Ein Großteil der Sterne sei jedoch reserviert für Kinder des Fachdienstes "Ambulante Dienste der Jugendhilfe". Dieser Fachdienst betreute im letzten Jahr 32 Familien mit insgesamt 113 Personen sowie 17 Jugendliche oder Heranwachsende. Auffallend sei, dass 20 der 32 Familien nur einen allein erziehenden Elternteil hatten.

Gerade diese Familien tragen ein hohes Armutsrisiko, hob Kundrat hervor. Mit dieser Wunschsterne-Aktion könne zwar das Armutsrisiko nicht beseitigt werden, doch können damit Zeichen für Kinder, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, gesetzt werden. Neusorgs Bürgermeister Peter König dankte der Bank für die Organisation der Aktion. Ihm sei es eine Ehre, bei der Eröffnung dabei sein zu dürfen. Angesichts der Flüchtlingsproblematik habe diese heuer eine besondere Bedeutung. Es sei ein Zeichen der Mitmenschlichkeit, die Flüchtlinge in die Gemeinschaft der Bedürftigen mit aufzunehmen. Das Gemeindeoberhaupt zollte der Raiffeisenbank seinen Dank für die Organisation.

Hoffen auf Beteiligung

Der Dank galt auch den Caritas-Mitarbeitern, die die Geschenke weiterreichen und in glückliche Kinderaugen blicken dürfen. Er hoffte die Sterne an den Weihnachtsbäumen in den Bankfilialen gehen weg wie "warme Semmeln". Zum Ende der Eröffnungsveranstaltung dankte Pfarrer Hans Riedl allen und segnete die Wunschterne-Aktion.
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