Stets voll unter Strom

Eine zukunftsweisende Anlage zum Speichern von Strom ging im Anwesen des Gastwirtsehepaars Andrea und Karl Stehbach in Betrieb. Auf dem Bild (vorne, links) Ludwig Schindler (Stadtwerke Wunsiedel), Heidrun Pinzer (Firma Philipp-Elektrotechnik), Karl und Andrea Stehbach und Thomas Philipp; (hinten, links) Alexander Linek (Firma Solar- und Dacheinkauf) und Florian Bayer von der Raiffeisenbank. Bild: hkö
Lokales
Neusorg
05.11.2014
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Die Stromspeicherung ist ein Knackpunkt bei der Energiewende. Eine bundesweit erst acht Mal installierte Anlage zeigt neue Wege auf. Eine dieser Ladestationen steht in Neusorg und ist vielversprechend.

(hkö) Karl und Andrea Stehbach sind die Ersten in der Gemeinde Neusorg, die diesen Großspeicher zur Energieversorgung in ihrer Gaststätte "Kegelstüberl" einsetzen. Zur Inbetriebnahme des "Senec.IES"-Strom-Großspeichers trafen sich nun die beteiligten Firmen. Thomas Philipp von der gleichnamigen Elektrofirma aus Pullenreuth hat die Anlage installiert.

Er und seine Mitarbeiterin Heidrun Pinzer begrüßten zur offiziellen Inbetriebnahme Karl und Andrea Stehbach, Alexander Linek von der Firma Solar- und Dacheinkauf aus Mannheim, Jürgen Dietl und Ludwig Schindler von den Stadtwerken Wunsiedel sowie Florian Bayer von der Raiffeisenbank. Thomas Philipp stellte die Funktionsweise der Anlage im Format einer Tiefkühltruhe vor.

1600 Befehle

Herzstück des "Senec-Business" ist die intelligente Ladetechnik mit über 1600 Systembefehlen, die an die Photovoltaik-Anlage integriert ist. Diese kontrolliert und stellt sicher, wann der Akku wie be- bzw. entladen wird. Durch den sogenannten "Lade-Boost" wird laut Philipp die Beladungsgeschwindigkeit erhöht, so dass auch bei Wolken kurzzeitige Stromspitzen schnell im Großspeicher geladen werden können.

Die PV-Anlage erzeugt Solarstrom, überschüssige Energie lädt und speichert die Energie in den "Senec-Business". Ist der Akku aufgeladen, wird der Überschuss in das Stromnetz eingespeist.

Das System weist eine nutzbare Speicherkapazität von 30 Kilowattstunden auf, berichtete Thomas Philipp. Den Eigenstromverbrauch bezifferte der Elektromonteur auf zehn Watt. Eine Akkusäuberung führt der Großspeicher alle drei bis sechs Wochen, je nach Ladezustand, automatisch durch.

450 Vorbestellungen

Thomas Philipp hob hervor, dass bundesweit erst acht Anlagen dieser Ausführung in Betrieb sind, jedoch 450 Vorbestellungen, vorliegen. Den Worten Philipps zufolge wird der "Senec-Business"-Großspeicher nach zirka 15 Jahren abbezahlt sein. Thomas Philipp dankte der Familie Stehbach, dass sie diesen Weg zu dieser Energienutzung mit eingeschlagen hat und gratulierte zur neuen Anlage. Den neuen Besitzern überreichte der Elektrofachmann einen Blumenstrauß und ein Tablet-PC für die Eigenüberwachung.

Für die gute und harmonische Zusammenarbeit bedankte sich Thomas Philipp bei den Mitarbeitern der SWW Wunsiedel und bei Florian Bayer von der Raiffeisenbank.
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