Straße, Wasser, Kanal

Lokales
Neusorg
01.10.2015
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Mit der Erschließung des Gewerbegebietes "Am Sportplatz Riglasreuth" beschäftigte sich der Gemeinderat Neusorg. Kein Aufreger, aber ein schwieriges Thema.

Werner Erhart vom Ingenieur-Büro Wolf und Zwick in Marktredwitz erläuterte den Mitgliedern des Gremiums die Entwurfsplanung für Straße, Wasser und Kanal. Die Erschließung betrifft die bereits bestehenden Gebäude, den Netto-Markt, das Sportheim und die neu erbaute Schreinerei Bauer. Die bisherige Art der Entwässerung belaste den Vorfluter der Fichtelnaab. Das soll bei der Erschließung des weiteren Gebietes vermieden werden.

Forderungen erfüllt

Die Planung sieht eine dezentrale Rückhaltung vor, die wenig Platz beanspruchen wird. Der bestehende Oberflächenwasserkanal des Sportheims soll dabei bestehen bleiben, da die Wassermenge unter die Bagatellgrenze falle und den Vorfluter der Fichtelnaab nicht belaste. Erhart informierte den Gemeinderat ausführlich über die in der Planung vorgesehenen Speicherbehälter, mit denen auch den Forderungen des Wasserwirtschaftsamtes Genüge getan wäre.

Das Regenwasser soll in den Behältern aufgefangen und gedrosselt wieder abgeleitet werden. Nach ausgiebiger Diskussion über weitere Entwässerungsmöglichkeiten wie etwa einen Rückhalte-Teich, kam das Gremium zu der Auffassung, dass diese Wasserauffangbehälter durch ihre leichte Pflege und einer hohen Lebenserwartung am besten geeignet wären. Bei den Kosten für die Entwässerung bleibe der geplante neue Netto-Markt jenseits der Staatsstraße unberührt, da Netto seine Abwasserentsorgung selbst finanziere, erklärte Erhart.

Noch in diesem Jahr

Bürgermeister Peter König teilte mit, dass die Erschließung der neuen Schreinerei mit Trink- und Schmutzwasser noch in diesem Jahr getätigt werden müsse. Der geplante Bau eines neuen Netto-Marktes, mit Baubeginn in 2016, mache eine Vergrößerung eines Teilstücks des vorhandenen Regenwasserkanals erforderlich, dies sei Risiko der Gemeinde, falls Netto nicht bauen würde, informierte Peter König.

Weiter befasste sich das Gremium mit der Staatsstraße nach Mengersreuth. Der Landkreis Tirschenreuth beabsichtigt, an der Kreisstraße TIR 9 in der Ortsdurchfahrt Neusorg, Marktredwitzer Straße, den Teilbereich der Kanalleitung einschließlich vier Kontrollschächten in die Unterhaltslast der Kommune zu übergeben. Um die Einlaufschächte kümmert sich weiter der Landkreis. Der Gemeinderat erklärte sich einverstanden. Jedoch umfasst diese Verpflichtung nicht eine eventuelle Erneuerung der Kanalleitung einschließlich der Kontrollschächte von Grund auf, wenn sie nötig wäre. Keine Einwände haben die Gemeinderäte gegen die Änderung des Bebauungsplans "Gewerbegebiet Hammergraben" in Kemnath. Dort soll ein Edeka-Einkaufsmarkt entstehen und die Einweihungsfestlichkeit zu ermöglichen.

Am 11. Oktober steht die Einweihung des Senioren-Servicehauses Neusorg an. Die bayerische Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, Emilia Müller, wird dazu erwartet. Am 14. Oktober steht eine weitere Einweihung, nämlich des Nahwärme-Heizwerks auf dem Terminplan.

Hühner im Wohngebiet

Abschließend trugen einige Gemeinderäte ihre Anliegen vor. Laut Gerhard Fröhlich (CSU) haben sich auf dem Friedhof Grabflächen abgesetzt. Hier sollte Abhilfe geschaffen werden. Gerald Braun (CSU) teilte mit, er sei von Bürgern wegen Hühnerhaltung in einem Wohngebiet angesprochen worden. Bürgermeister Peter König will die Zulässigkeit prüfen.

Aufgrund der Abholzung an der Landkreisstraße TIR 21 von Wernersreuth bis Oberwappenöst gab Josef Hösl die Anfrage von Bürgern an den Bürgermeister weiter, ob eine Wiederanpflanzung an der Straße geplant sei um eventuelle Schneewehen zu verhindern.
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