Wer A sagt, muss auch zahlen

Lokales
Neusorg
25.11.2015
3
0

Der Umbau des Bahnhofsgebäudes bringt die Gemeinde an ihre Grenzen. Doch die Gemeinderäte in Neusorg wollen das Projekt zu Ende führen. Auch die "Mediabrache" schneidet Löcher in den Geldbeutel.

Das Nachnutzungskonzept Bahnhofsgebäude beschäftigt den Gemeinderat weiter. Bürgermeister Peter König hatte darüber mit der Regierung der Oberpfalz debattiert und hatte Neuigkeiten. Von den Gesamtkosten für den Umbau über 1,414 Millionen Euro seien 1,296 Millionen Euro nach dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm förderfähig. Von diesen zuwendungsfähigen Kosten müsse die Gemeinde eine Eigenleistung von 15 Prozent bringen.

Doch es gibt auch noch Gelder aus einem anderen Topf. Der Bund hat ein Sondervermögen von 3,5 Milliarden Euro zur Förderung von Investitionen finanzschwacher Gemeindeverbände eingerichtet. Die Förderung würde bis zu 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben übernehmen, erklärte König.

Hohe Summe ernüchtert

Die Gemeinde könne sich auf beide Töpfe parallel bewerben. Gemeinderat Dr. Günther Fütterer stellte fest: "Es war eine Ernüchterung, die Summe zu sehen, um aus dem Bahnhofsgebäude etwas Ansehnliches zu machen. Es ist ja nicht das einzige Projekt in der Gemeinde und bringt die Gemeinde an ihre finanziellen Grenzen". Doch waren sich die Vertreter der Gemeinde einig: "Wir haben A gesagt und müssen nun B sagen." Sie beschlossen die Einreichung der Unterlagen für beide Programme.

Kopfzerbrechen bereitete das Projekt "Mediabrache". Auch der Abbruch der Hallen ist nach dem Bayerischen Sonderprogramm "Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen" förderfähig, informiert der Rathauschef.

Die derzeitigen Gesamtkosten über 1,348 Millionen Euro gliedern sich in Abbruchkosten von 668 500 Euro, Fassadenwiederherstellung 339 500 Euro, Öffentliche Erschließung 164 000 Euro und Baunebenkosten von 176 000 Euro auf. Nicht zuwendungsfähig seien definitiv die Kosten für die öffentliche Erschließung. Auch die angesetzten Kosten für die Fassadenwiederherstellung seien vermutlich nicht zuwendungsfähig. Hier sollte mit den geplanten Erwerbern Kontakt aufgenommen werden, inwieweit nicht Hallen oder Hallenteile doch mit abgerissen werden sollten. Das Gremium kam nach reiflichen Überlegungen zu dem Ergebnis, auch wenn bei der "Mediabrache" noch einiges abzustimmen sei, auch hier zweigleisig zu fahren und die Förderunterlagen bei der Regierung einzureichen sowie beim Kommunalinvestitionsprogramm.

Aushängeschild marode

Eine weitere Baustelle beschäftigte die Räte: die Rektor-Haindl-Aula. "Im Damen- und Herren-WC sowie in der Küche lässt man beim Gehen ein Klappern hinter sich", erläuterte König. Auch seien in verschiedenen Räumen Fliesen defekt. Nach einer Ortsbesichtigung im Oktober wurde ein Austausch der defekten Fliesen beschlossen. Das koste rund 7000 Euro, so König. "Die Rektor-Haindl-Aula ist ein Aushängeschild für die Gemeinde und soll es bleiben", argumentierte er. Aufträge für die Reperatur sollen vergeben werden.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.