Zebrastreifen als Option

Eine Liste mit 400 Unterschriften bekam Landrat Wolfgang Lippert überreicht. Auf dem Bild (von links) Katrin Bayer (Ordnungsamt), Anita Philipp, stellvertretende Kinderhausleiterin Elvira Kastl, Kindergartenelternbeiratsvorsitzende Claudia Sturm, Landrat Wolfgang Lippert und Bürgermeister Peter König. Bild: hkö
Lokales
Neusorg
16.01.2015
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Mehr Sicherheit durch Unterschriften. Nach diesem Motto wollen Eltern einen gefahrlosen Kindergartenweg erreichen. Nicht weniger als 400 Bürger unterzeichneten die Liste. Lob für die Aktion gab's nun sogar vom Landrat.

(hkö) Das Neusorger Kinderhaus Sankt Josef und der Elternbeirat des Kinderhauses bemühen sich um einen sicheren Kindergartenweg. Sie möchten, dass Eltern mit ihren Kleinen die vielbefahrene Kreisstraße TIR 16 gefahrlos überqueren können. Ein Fußgängerüberweg soll dies ermöglichen.

Breite Unterstützung

Aus diesem Grunde starteten die Verantwortlichen eine Unterschriftenaktion. 400 Bürger trugen sich in den Listen ein und befürworteten so das Vorhaben. Elternbeiratsvorsitzende Claudia Sturm übergab im Beisein von Bürgermeister Peter König im Rathaus das Geheft nun an Landrat Wolfgang Lippert.

Claudia Sturm stellte heraus, dass Eltern, die ihre Kleinen am Morgen in das Kinderhaus bringen und am Mittag wieder abholen, die vielbefahrene Kreisstraße überqueren müssen. Ein Zebrastreifen wäre nach Ansicht der Eltern und des Kinderhauses eine Option, um ein sicheres Überqueren zu gewährleisten. Die geltende Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h sei zwar beschildert, zeige aber sehr wenig Wirkung, bedauerte die Elternbeiratsvorsitzende.

Die Unterschriftenaktion solle dazu beitragen, dieses Problem nochmals zu prüfen und vielleicht Abhilfe zu schaffen. Mit der Bitte an Landrat Wolfgang Lippert, sich für dieses Anliegen einzusetzen, übergab Claudia Sturm das mit 400 Unterschriften gefüllte Geheft an den Landkreischef.

Prüfung zugesagt

Lippert ging auf die Problematik in diesem Kreuzungsbereich ein. Nach vielen Gesprächen mit Gemeinde, Polizei und Fachbehörden wurde bereits eine beidseitige 30er-Zone eingerichtet. Die Rahmenbedingungen für das Errichten eines Fußgängerüberweges zeigten auf, dass zirka 200 bis 300 Fahrzeuge pro Stunde diesen Gefahrenpunkt passieren müssen. Weiterhin sei nachzuweisen, dass dieser Bereich etwa 50 bis 60 Fußgängerüberquerungen pro Stunde hat. Diese Gegebenheiten werde er prüfen lassen, versprach der Landrat. Werden die Anforderungen annähernd erreicht, sollen die verantwortlichen Fachbehörden in Kenntnis gesetzt und weitere Maßnahmen besprochen werden.

Der Landkreischef machte aber auch deutlich, dass der Kreuzungsbereich Pfarrer-Losch-Platz, Friedenstraße und Kreisstraße TIR 16 sehr gut einzusehen sei und die vorgegebenen Richtlinien wahrscheinlich nicht erreicht werden.

Zum Thema Geschwindigkeitsbegrenzung wird sich Landrat Wolfgang Lippert dafür einsetzen, dass das Landratsamt sein Tempo-Messgerät zur Verfügung stellt, um über einen längeren Zeitraum die Geschwindigkeiten zu erfassen. Landrat Wolfgang Lippert betonte, dass er, selbst Vater von drei Kindern, sich des Anliegens annehmen werde und er bedankte sich für das Engagement des Kinderhauses.

Bedingungen gegeben

Bürgermeister Peter König betonte, die Rahmenbedingungen für einen Zebrastreifen seien auf jeden Fall gegeben. Die Bordsteine wurden bei der Neugestaltung des Pfarrer-Losch-Platzes abgesenkt, so dass keine baulichen Eingriffe nötig seien. Der Rathauschef sprach eine Alternativlösung an. König denkt dabei an einen Lotsendienst. Nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt gebe es auch entsprechende Verkehrsschilder, die darauf hinweisen. Diese Einrichtung könnte in den Spitzenzeiten den Dienst ausführen. Diese Alternative sollte nach Meinung von Peter König mit in das Konzept aufgenommen werden.
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