Bauausschuss beschäftigt sich mit der Sanierung des Riglasreuther Schlosses - Bauplätze am ...
Granit statt Asphalt

Ein genaues Bild von der aktuellen Situation am Riglasreuther Schloss machten sich die Mitglieder des Bauausschusses. Bild: wro
Politik
Neusorg
04.10.2016
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Seit mehr als acht Jahren bereits sanieren Vater und Sohn Braun in mühevoller Eigenleistung das Riglasreuther Schloss. Vor dem geplanten Einzug in das historische Gemäuer jedoch wartet noch jede Menge Arbeit auf die Besitzer. Im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte Karl Braun die Tücken des langwierigen Projekt. Vom Streusalz stark in Mitleidenschaft gezogen gehört auch das Mauerwerk an der Südostseite zweifellos zu den Sorgenkindern. Die Frage nach der Gestaltung des Straßenstreifens entlang der Südseite jedoch könne nur gemeinsam mit der Gemeinde gelöst werden.

Dieser Sache nachzugehen war Grund eines Ortstermins des Bau- und Umweltausschusses auf dem denkmalgeschützten Areal. Die Lösung solle vor allem auch sinnvoll sein, betonte Bürgermeister Peter König. Eine Asphaltierung des zwölf Meter langen und etwa 60 Zentimeter breiten Seitenstreifens wäre die eine, eine Pflasterung mit Granitsteinen die andere Alternative, bilanzierte der Rathauschef "seine" künftige Baustelle, mit der sich die Gemeinde zeitnah befassen wird. Statt der möglichen Asphaltierung empfahl König, man möge doch die im Gemeindebereich lagernden Granitsteine für den Seitenstreifen zu verwenden. Die vorhandene Menge reiche aus. Für einen Dreizeiler entlang des Schlosses würden rund 190 Steine gebraucht. Größere Kosten entstehen nicht. Das Gremium zeigte sich von dem Vorschlag einverstanden.

Anzahl noch unklar


Fragen zur Entwässerung des westlichen und östlichen Teils am Baugebiet "Kolpingheim" sowie die Aufteilung der Parzellen waren Gegenstand des anschließenden Besichtigungstermins. Etwas strittig ist noch die Anzahl der Areale. Ob im östlichen, etwas tiefer liegenden Gelände des neuen Baugebietes auch Baugrundstücke angeboten werden, ließ man bei der Ortsbesichtigung noch offen.

Man werde gemeinschaftlich nach vernünftigen Lösungen suchen, versprach Bürgermeister König. Einhellig jedoch war das Gremium der Auffassung, dass der derzeitige Bebauungsplan noch einmal angepasst werden müsse. Ebenfalls einig war man sich auch darüber, dass man die Angelegenheit nicht auf die lange Bank schieben wolle.

Man werde alles daran setzen, dass hier in einem überschaubaren Zeitraum gebaut werden könne, versprachen die Bauausschussmitglieder übereinstimmend. Eingereichte Bauanträge würden großzügig bearbeiten. König bestätigte: "Wir möchten kein allzu enges Korsett schnüren." Der Bürgermeister bat jedoch, von ortsfremden Baustilen Abstand zu nehmen. Auf jeden Fall aber komme der Bebauungsplan am Neubaugebiet unweit des Kolpingheims noch einmal auf den Prüfstand.

Nur noch 50 "Sachen"


Die neue Gemeindeverbindungsstraße von Neusorg nach Stöcken kann nach dem Willen des Bauzuschusses künftig nur mit einer Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern befahren werden. Der Bauausschuss folgte damit einer Empfehlung der Polizei, die sich für eine entsprechende Regelung ausgesprochen hatte.
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