Der Bau- und Umweltausschuss Neusorg tagte
Die Bürger von Wernersreuth sind gefragt

Der Dorfgemeinschaft Wernersreuth eröffnet sich die Chance ihr Dorfgemeinschaftshaus um das bisherige Kühlhaus zu erweitern. Der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Neusorg und die Vertreter der Dorfgemeinschaft Wernersreuth machten sich vor Ort ein Bild über die Räumlichkeiten und den Zustand des Gebäudes.
Politik
Neusorg
16.11.2016
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(kkl) Den Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses bildeten zwei Ortstermine in Wernersreuth. Zum einen ging es um die Besichtigung einer Grenzsituation zwischen Straßengrund und Privatgrund, zum anderen um das Dorfgemeinschaftshaus mit dem angebauten Kühlhaus. Die zukünftige Nutzung des freiwerdenden Gebäudes steht zur Diskussion.

Vom Rathaus aus startete das siebenköpfige Gremium. Mit dabei: Dr. Günther Fütterer stellvertretend für Josef Hösl, und Schriftführer Michael Kopp. Beim ersten Punkt der Tagesordnung, der Besichtigung der "Grenzsituation bei Flurnummer 1566/0 und 1567/0" stand eine Überbauung des Straßengrunds auf privatem Areal zur Debatte. Bürgermeister Peter König und seine Kollegen schätzten die strittige Fläche auf sage und schreibe einen ganzen Quadratmeter.

Der Grundbesitzer schlug vor, an anderer Stelle den Grenzverlauf zu seinen Gunsten zu verschieben, da dort ein Laubbaum von Privatgrund aus zum Teil auf den Gemeindegrund hineinwächst. Das Gremium will sich zunächst einmal über das Ausmaß der Kosten Gedanken machen.

Im Dorfgemeinschaftshaus warteten schon die Vorstandsmitglieder der Dorfgemeinschaft Wernersreuth. Ortssprecher und Vorsitzender Hans Richtmann, Claudia Sturm, Ludwig Müller, Hans Reger und Hans Scherm schilderten die aktuelle Situation. Das Gebäude sei 1956 gebaut worden, später wurde die "Freibank" angegliedert. Die Kühlgemeinschaft Wernersreuth löst sich auf und will den Mietvertrag für das Kühlhaus vorzeitig beenden.

Inzwischen habe es zwei Interessenten zur Weiternutzung des Kühlhauses gegeben, berichtete Richtmann. Diese hätten aber aus Kostengründen einen Rückzieher gemacht, denn das Kühlaggregat sei defekt. Der Wasseranschluss für die Gefrierabteilung sei reparaturbedürftig, das Gebäude nicht frostsicher. Da die Dorfgemeinschaft prinzipiell Interesse hat, diese Räume zu nutzen, hat Bürgermeister Peter König mit dem Amt für ländliche Entwicklung gesprochen. Um etwa einen Lagerraum zu schaffen, müsste umgebaut werden. Auch im Außenbereich läge einiges an, wie etwa der üppige Baumbewuchs oder das stark mit Moos befallene Eternit-Dach aus der Gründerzeit.

"Eine Förderung wird in Aussicht gestellt, wenn das Feld bereitet ist", teilte Bürgermeister König mit. Zum Konzept gehöre aber auch eine Nachnutzung. Unter diesen Aspekten wolle er versuchen, Zuschüsse an Land zu ziehen.

Von seiten der Gemeinde soll in einem Auflösungsvertrag sämtliches Inventar im Kühlhaus mit der Kühlgemeinschaft abgewickelt werden, versicherte König. Die Dorfgemeinschaft solle sich Gedanken über die weitere Nutzung machen. Bei der Jahreshauptversammlung im Dezember müsse darüber gesprochen werden, so Hans Richtmann. Alle Wernersreuther sind aufgerufen, sich etwas zu überlegen.
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