Gemeinderat bespricht Pläne für Bahnhofsanierung
Für Pelletsheizung erwärmt

Politik
Neusorg
25.07.2016
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Der Fahrplan für den Umbau und die Sanierung des Bahnhofsgebäudes steht. Im Januar 2017 soll es mit dem Innenausbau losgehen, der Außenbereich könnte im zweiten Quartal 2018 folgen. Doch bevor es soweit ist, hat der Gemeinderat noch Änderungswünsche.

Architekt und Stadtplaner Peter Kuchenreuther sowie Innenarchitektin Maja Ruesch zeigten nach erfolgter Vor- und Entwurfsplanung den Weg zur Genehmigungsplanung auf. Nachdem ein Nahwärme-Anschluss für das Bahnhofsgebäude durch die Stadtwerke Wunsiedel nicht wirtschaftlich sei, werden nun in die Kellerräume eine Pelletsheizung und ein Pelletlager geplant. Die hierfür erforderliche Anpassung der Treppe zog deshalb eine Änderung der Grundrissplanung im Erdgeschoss nach sich. Der Zugang und die Nutzung des Gebäudes sind behindertengerecht geplant. Auch ein Behindertenparkplatz ist im Planungsentwurf vorgesehen. Dessen Lage soll aber auf Bitte des Gemeinderates nochmals überprüft werden.

Neben der Fläche für eine Gastronomie mit Küche und mit rund 40 Sitzplätzen sowie Außenbestuhlung, zeigte Ruesch die Lage des Aufzugs sowie der Lagerräume für die Gemeinde auf. Der Zugang dazu erfolge von der Außenseite, da die Räume in der Mitte des Erdgeschosses von der Deutschen Bahn für die Elektroanlage des Bahnhofs genutzt werden.

Mehr Platz für Gastronomie


Ausgiebig diskutierte das Gremiums über den Standort der Toiletten für die Gäste der geplanten Gastronomie im Obergeschoss. Hierfür soll auf Wunsch der Räte ein Raum im Erdgeschoss genutzt werden. Josef Hösl beurteilte den Gastronomiebereich als zu klein. Er regte an, einen Lagerraum und Personalbereich einzuplanen. Es könne ein Teil der Lagerräume im Erdgeschoss, die bisher für die Gemeinde vorgesehen waren, zusätzlich für die Gastronomie reserviert werden.

Die zur Verfügung stehenden zwei Obergeschosse hat das Architekturbüro für eine Zahnärztepraxis mit Behandlungsräumen, Labor und Verwaltungsraum sowie einem Gemeindemuseum samt -archiv durchgeplant. Maja Ruesch schlug vor, da es ein offenes Haus sein werde, im Obergeschoss neben einem geschlossenen auch einen offenen Raum für die Öffentlichkeit vorzusehen. Jedoch sprach sich der Gemeinderat für eine komplett geschlossene Variante aus, um Vandalismus bei Ausstellungen vorzubeugen.

Stuck für Fassade


Laut Ruesch sei in Immenreuth ein "Gebäudezwilling" des Neusorger Bahnhofes gefunden worden. Sie zeigte anhand von Bildern die Außenansichten der beiden Anwesen damals und heute. Die vom Architekturbüro geplante Putzfassade erinnert mit ihren Stuckarbeiten und Verzierungen der Gesimse optisch an die historische Ansicht des Bahnhofsgebäudes.

Mit dem Ingenieurbüro Müller ist laut dem Gemeinderat noch die Abwasserentsorgung abzuklären. Das Architekturbüro Kuchenreuther wird die vorgestellten Entwürfe nach erneuerter Prüfung und mit den gewünschten Änderungen dem Gremium erneut vorlegen.
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