Neusorg plant für die Kinder
Die Gemeinde muss die Wasserbezugsgebühr erhöhen

Politik
Neusorg
02.11.2016
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Die Generalsanierung des Kinderhauses St. Josef war Thema im Gemeinderat. Ebenso die Erhöhung der Wassergebühr auf 2,37 Euro für den Kubikmeter.

(kkl) Für St. Josef haben aufgrund eines neuen Förderprogramms bereits Gespräche mit der Regierung stattgefunden. In der Einrichtung gibt es noch unveränderte Bereiche aus der Gründerzeit, stellte Bürgermeister Peter König fest.

Kosten aktualisieren


Im April 2015 hat der Bau- und Umweltausschuss beschlossen, die Fördermöglichkeiten auszuloten. Im Herbst 2015 und September 2016 gab es erste Kontakte. Daraufhin hat der Haupt- und Finanzausschuss dem Gemeinderat den Startschuss empfohlen. Das Architekturbüro Kuchenreuther errechnete eine Kostenaufteilung von 84 Prozent für Gemeinde und 16 Prozent Kirche. Ausschlaggebend war die einmalige Gelegenheit, die Bagatellgrenze mit den zuwendungsfähigen Kosten aus dem Konjunkturpaket II (2011) zu erreichen sowie den erhöhten Fördersatz von 70 Prozent. Diese Variante sah zunächst vor, dass die Gemeinde 50 400 Euro übernimmt und die Kirche alle nicht förderfähigen Kosten von rund 20 000 Euro. Eine Aktualisierung der Kostenberechnung wird folgen.

Nun soll umgehend ein Abstimmungsgespräch mit dem Landratsamt stattfinden. Eine Vereinbarung mit der Katholischen Kirchenstiftung steht noch aus. Bei der "Gebührenbedarfsberechnung für die Wasserversorgungseinrichtung" für 2015 wurden Ausgaben von 176 250 statt der kalkulierten 166 477 Euro festgestellt. Bei der technischen Betreuung der Wasserversorgungsanlage Pullenreuth sind statt der veranschlagten 8400 Euro nur Einnahmen von 4832 Euro verbucht worden. Die Lohnkosten stiegen von 53 000 auf 55 800 Euro. Die Stromkosten erhöhten sich um 4000 Euro, bedingt auch durch den Rückgang des Quellwassers durch den trockenen Sommer.

Die festgestellte Kostenunterdeckung des Jahres 2016 mit 27 796 Euro ist durch die Anrechnung der tatsächlichen Kostenrechnung für 2015 in Höhe von 32 894 Euro zustande gekommen. Der festgestellte Gebührenbedarf in Höhe von 184 536 Euro wurde auf den Wasserverbrauch 2015 aufgeteilt. Somit ergibt sich für 2017 eine Erhöhung der Wassergebühr um 0,19 Euro auf 2,37 Euro pro Kubikmeter. König wies darauf hin, dass die laufende Sanierung der beiden Tiefbrunnen nicht in dieser Gebühr enthalten sind.

"Dem Bürger wird diese Erhöhung nicht schmecken", befürchtete CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Günther Fütterer. Jedoch brauche es eine hohe Wasserqualität. Karl Lenhard (ÜWG) stellte einen steigenden Wasserverbrauch fest: "Da müssen wir in den sauren Apfel beißen, die jetzige Erhöhung macht für einen Zwei-Personen-Haushalt 15 bis 20 Euro im Jahr aus. Die Abwassergebühr bleibt mit 2,53 Euro pro Kubikmeter gleich.

Bald ein Pumpversuch


Abschließend berichtete Peter König vom aktuellen Stand der Sanierung des Tiefbrunnens 1. Laut Kamerabefahrung sehe es aus, als ob es zuerst eine 15 Zentimeter starke Versuchsbohrung gegeben habe. Dann folgte die Hauptbohrung mit 35 Zentimetern "Überbohrung".

Ab einer bestimmten Tiefe aber gebe es eine Überschneidung, und es gingen zwei Bohrungen weiter. Die Versuchsbohrung sei mit Steinen und Sand verlegt und werde abgesaugt. Nächste Woche soll ein Pumpversuch erfolgen.
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