Ortshauptversammlung des CSU-Ortsverbands Neusorg
Mit Maß und Ziel investieren

Zu Delegierten wurden Gerald Braun (sitzend, von links), Christian Heinl, Markus Dumler und Matthias Sischka gewählt. Ersatz sind Thomas Küffner (stehend, von links) und Hans Zetlmeisl. Mit im Bild: Ehrenvorsitzender Josef Müller und MdL Tobias Reiß. Bild: öt
Politik
Neusorg
08.04.2016
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Das Flüchtlingsthema ist auch beim CSU-Ortsverband in Neusorg präsent. In der Ortshauptversammlung wurden zudem Entwicklungen angesprochen und Delegierte und Ersatzdelegierte in die Kreisvertreterversammlung zur Bundestagswahl gewählt.

Gerald Braun, Markus Dumler, Christian Heinl und Matthias Sischka wurden zu Delegierten bestimmt. Als Ersatzdelegierte nominierte die Versammlung Oliver Becher, Thomas Küffner, Andreas Skalsky und Hans Zetlmeisl.

Ortsvorsitzender Gerald Braun ließ das abgelaufene Jahr Revue passieren. Dabei bezifferte er den Mitgliederstand auf 55 Parteifreunde. Von drei Mitgliedern musste im vergangenen Jahr für immer Abschied genommen werden. Dies waren Bürgermeister a. D. Joseph Schmid, der ehemalige Vorsitzende Hans Pfreundtner und Karl Kick.

Der Vorsitzende stellte fest, dass die Flüchtlingskrise nicht nur die große Politik, sondern auch die Kommunen beschäftigte. Sie waren gefordert, Unterbringungsmöglichkeiten für die Asylsuchenden bereitzustellen. Das Thema Flüchtlinge stelle die Gesellschaft auf eine schwere Probe. Hier gelte es, die Sorgen und Ängste der Bürger ernst zu nehmen und das Feld nicht den Protestparteien wie der AfD zu überlassen.

Probleme können am besten miteinander gelöst werden, unterstrich Braun. Neusorg biete hier ein gutes Beispiel, denn die CSU versuche immer im konstruktiven Miteinander, eine tragfähige Lösung zu finden. Dank zollte der Vorsitzende dem Ortsverband der Jungen Union. Durch dessen Arbeit und Engagement werde gerade bei der jungen Generation das Verständnis und Interesse für politische Themen der Heimat geweckt.

Künftig werde der Ortsverband einmal im Monat zu einem politischen Frühschoppen einladen, betonte der Ortsvorsitzende. Ebenso sei ein Grillfest geplant. Das Drachensteigen im Rahmen des Neusorger Ferienkalenders habe wieder einen Platz im Veranstaltungskalender. Weiter sei eine Winterwanderung vorgesehen.

Für den erkrankten Ehrenvorsitzenden und zweiten Bürgermeister Dr. Günther Fütterer berichtete Vorsitzender Gerald Braun aus dem Gemeinderat. In diesem Gremium seien richtungsweisende Entscheidungen getroffen worden, damit Neusorg für Jung und Alt attraktiv bleibt. Ein Baustein sei das Senioren-Servicehaus. Weiter wurden die Weichen in Sachen "Media-Brache" gestellt. Dank eines Förderprogramms können die maroden Gebäude abgebrochen werden. Zudem wurde für den Teil der intakten Hallen mit den Firmen ASF und Mansory eine Nachfolgenutzung gefunden.

Weiter entwickelt werde das Gewerbegebiet Riglasreuth und die Dorferneuerung Riglasreuth/Wernersreuth. Mit dem Ausbau der Verbindungsstraße nach Stöcken erfolge eine Anbindung des Gewerbegebiets "Am Steinbruch". Das sei nur aufgrund der 90-prozentigen Förderung durch die bayerische Staatsregierung möglich. Eine neue Nutzung wurde auch für das leerstehende Bahnhofsgebäude gefunden. Hier wird ein Zahnarzt seine Praxis einrichten.

Braun hob die Maxime der CSU-Fraktion hervor: "Klug und zukunftsorientiert investieren - mit Maß und Ziel". Dank der großzügigen Förderung sei es verlockend, ein Projekt nach dem anderen anzustoßen. Jedoch müsse sich die Gemeinde verschulden, um den Eigenanteil aufzubringen. Die Christsozialen halten nicht alles für umsetzbar, was wünschenswert ist. Deshalb trage auch der diesjährige Haushalt der Gemeinde die eindeutige Handschrift der CSU. (Hintergrund)

HintergrundIn der Hauptversammlung der CSU Neusorg dankte MdL Tobias Reiß den Mitgliedern für ihre Arbeit. In Neusorg trage vieles die Handschrift der CSU.

Der Abgeordnete sprach den Bundesverkehrswegeplan an. Darin sei die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale festgeschrieben. Dies betreffe auch die Bahnlinie durch Neusorg. Im Bundesverkehrswegeplan wurden aus Bayern mehr Projekte aufgenommen, als dies dem Anteil der Einwohner entspreche.

Nötig sei auch der Ausbau der Bundesstraße B303 zwischen Marktredwitz und Schirnding. Diese sei für die wirtschaftliche Verbindung ins Nachbarland Tschechien wichtig. Reiß griff auch die Flüchtlingspolitik auf. Hier wurden in Bayerns Nachtragshaushalt große Summen bereitgestellt. Wichtig sei es, die anerkannten Asylsuchenden zu integrieren. Trotz des Rückgangs des Flüchtlingsstroms seien dieses Thema und die Stimmung der Bürger ernst zu nehmen.

Der ländliche Raum werde zudem gefördert, damit dieser den Kindern eine Zukunft bieten kann. So werden aus der Städtebauförderung Mittel für die "Media-Brache" zur Verfügung gestellt. Abschließend lobte MdL Tobias Reiß den Ortsverband und bekräftigte, die CSU zeichne das Engagement vor Ort aus. (öt)
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