24 Stunden Aktionstag der Jugendfeuerwehr Neusorg
Es brennt den ganzen Tag

Die Helfer vor Ort aus dem Fichtelnaabtal eilten zu dem Übungseinsatz, um die Jugendfeuerwehr bei einem simulierten Unfall zu unterstützen.
Vermischtes
Neusorg
25.08.2016
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Mit "Atemschutzgeräte-Dummys" ging es zur Suche nach dem Brandherd durch das alte Bahnhofsgebäude. Ein Zimmerbrand wurde angenommen.

Einen Tag lang Brandschützer sein. Bei der Jugendfeuerwehr in Neusorg war das am Wochenende möglich. Strahlrohr, Ölbindemittel, Besen, Hebekissen und Drehleiter: Fast alle Klassiker kamen zum Einsatz.

Beim 24-Stunden-Jugendfeuerwehr-Aktionstag hatte Jugendwart Sebastian Schindler mit der aktiven Mannschaft viele Einsatz- und Übungsszenarien vorbereitet. Auch die Unfallverhütungsvorschriften und der Jugendschutz spielten eine wichtige Rolle. Pünktlich um 12 Uhr startete am Samstagmittag im Neusorger Gerätehaus Aktionstag. Alles begann damit, die Schlafunterkunft errichten. Dazu bauten die Teilnehmer ihr Zelt mit den Matten im Garten zwischen Gemeindehaus und Feuerwehrhaus auf.

Nicht lange dauerte es, so ertönte zum erstenmal der Alarm. Auslaufende Betriebsstoffe aus einem Auto mussten beim Heizkraftwerk aufgenommen werden. Nach dem kurzweiligen Einsatz war nicht lange Zeit zum Durchschnaufen. Über Notruf wurde ein Zimmerbrand im alten Bahnhofsgebäude gemeldet.

Menschen befreien


Mit "Atemschutzgerät-Dummys" bahnten sich die Jugendlichen durch den Nebelmaschinen-Qualm zur Brandstelle vor. Nachdem sie den Übungseinsatz erfolgreich gemeistert hatten, stand auch schon eine Personenrettung an der Eisenbahnbrücke an. Hier waren etliche Sicherungsleinen und andere Rettungsmittel erforderlich.

Ein besonders beeindruckendes Szenario war es, Menschen im Buchenweg zu befreien. Bei Montagearbeiten war - laut Drehbuch - ein Auto auf eine Person gefallen. Die Helfer vor Ort (HvO) Fichtelnaabtal und die Jugendfeuerwehrler betreuten den "Verletzten". Bevor sie ihn mit dem Hebekissen befreien konnten, musste die Einsatzstelle gut ausgeleuchtet werden, Stromleitungen verlegen und das Fahrzeug so sichern, dass es nicht wegrollen oder abrutschen konnte. Mit einer Schleifkorbtrage brachten die Gruppe die Holzpuppe schließlich aus dem Gefahrenbereich.

Am Samstagabend mussten die Jugendlichen einen Papierkorbbrand auf dem Pausenhof der Schule sowie einen kleineren Stoppelfeldbrand beim Steinbruch löschen. Hier hieß es "Wasser marsch". Besonders beeindruckend war hier, dass es sich um echtes Feuer handelte, welches mit Wasser aus den Strahlrohren schnell gelöscht war. Bevor es Zeit zum Schlafen war, versperrte ein Baum eine Straße. Mit einer Handbügelsäge schuf man Abhilfe.

Qualmender Rauch


Der Sonntagmorgen begann um 7.30 Uhr mit einer technischen Hilfeleistung: Aus einem Radlader war Öl ausgetreten. Gegen 9 Uhr wurde der "Brand" einer Gartenhütte in einem Neusorger Siedlungsgebiet gemeldet. Auch hier stieg dichter Qualm aus einer Nebelmaschine den Himmel empor. Die Jugendfeuerwehr baute einen beeindruckenden Löschangriff auf. Danach stand die Ausbildungsstunde an der Drehleiter der Feuerwehr Kemnath an.

Drei Brandschützer waren mit dieser nach Neusorg geeilt. Nach der Erklärung des Einsatzzweckes und der Vorstellung der Einsatzmittel ging es in luftige Höhen. Anschließend stand eine Personenrettung aus dem zweiten Obergeschoss an, wobei die Drehleiter zum Einsatz kam.

Nachdem die Fahrzeuge gereinigt und die Schläuche in den Regalen der großen Löschfahrzeuge wieder sauber verstaut waren, klang derAktionstag mit Schmankerln vom Grill bei Sonnenschein erfolgreich aus.
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