Ab ins "eDorf"

Vermischtes
Neusorg
19.09.2016
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Der Bio-Burger aus dem Steinwald, ein Wettbewerb zur Digitalisierung und die Zusammenarbeit mit Konstantinsbad: die Tagesordnung der Steinwald-Allianz im Gasthof Sonnental in Neusorg zeigte die vielfältigen Aufgabenbereiche des Zweckverbands. Natürlich war auch der Ausbau des Kernwegenetzes Thema.

Zunächst gab Martin Schmid, Geschäftsführer der Steinwald-Allianz, einen kleinen Rückblick auf die Veranstaltungen und Ereignisse der Steinwald-Allianz während der letzten Monate. Ein Höhepunkt im Juli war der Auftakt und die Markteinführung des Bio-Rinderburgers aus dem Steinwald. "Die Rückmeldungen der Verbraucher sowie aus den zwölf Verkaufsstellen sind gut. Wir begleiten das erste Regionalprodukt der Öko-Modellregion weiter engagiert." Vorsitzender Donko ergänzte, dass man mit "bio und regional" nicht nur einem Trend folge, sondern auf einem guten Weg im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung sei.

Neuer Wettbewerb


Gearbeitet wird derzeit außerdem am Wettbewerb "eDorf", zu dem das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales aufgerufen hat. Neben rund 30 anderen bayerischen Kommunen und Verbänden hat die Steinwald-Allianz bereits die zweite Auswahlrunde erreicht. Der Wettbewerb hat zum Ziel, ländliche Räume mit innovativen und neuen Informationstechnologien zu versorgen. Dabei wird jeweils ein Sieger aus dem Norden und einer aus dem Süden Bayerns ausgewählt. Die Projekte werden dann im Jahr 2017 gemeinsam mit Unterstützung des Fraunhofer-Instituts entwickelt.

Derzeit arbeitet die hiesige Geschäftsstelle an konkreten Projekten zu den Themenfeldern Wohnen, Dienste und Pflege. "Der Wettbewerb ist eine tolle Chance für die Weiterentwicklung unserer Region", bekräftigte Donko den Wert des "eDorfs". In der Sitzung gab der Kemnather Bürgermeister Werner Nickl etwas bekannt, worauf viele Bürger schon lange gewartet haben. Er hatte sich nämlich vor kurzem am Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz mit Behördenleiter Thomas Gollwitzer getroffen, um das Thema Kernwegenetz in trockene Tücher zu bringen.

"Zwölf der 16 Mitgliedskommunen werden im ersten Verfahren des Ausbaus berücksichtigt, dabei stehen rund 2,8 Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung. Allerdings starten die Baumaßnahmen voraussichtlich erst im Jahr 2018 nach einer Planungsphase", berichtet Nickl zusammenfassend.

Weil es finanzielle Abzüge bei Gemeindeverbindungsstraßen und einer Ausbaubreite über 3,50 Meter gebe, könnten auch andere Förderquellen sinnvoll und gegebenenfalls schneller umsetzbar sein. Wichtig sei aber, dass das erste Verfahren im Herbst dieses Jahres eingeleitet werde, ergänzte Vorsitzender Hans Donko.

"Huzagëi" zu Nachbarn


Bereits berichtet wurde über den Antrag "Ziel ETZ", bei dem grenzübergreifende Projekte zwischen dem Freistaat Bayern und der Tschechischen Republik gefördert werden. Ein Projekt hat die Steinwald-Allianz mit ihren tschechischen Partnern der Mikroregion Konstantinsbad, bislang ausgearbeitet. So wird im Jahr 2017 das Interreg-Kleinprojekt "huzagëi zu die Nachbarn" (mundartlich für "Gesprächsaustausch) entstehen. Bis zum Frühjahr 2017 werden die Partnergemeinden noch weitere Projekte einreichen. Unter anderem sind ein Wanderführer, die digitale Aufarbeitung von Sagen " sowie die Ausbildung von Gästeführern angedacht.
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