Bildung ist Hoffnung

Der indische Bischof Dr. John Kattrukudiyil berichtete bei der katholischen Arbeitnehmerbewegung Neusorg über die Probleme in seiner Diözese Itanagar. Bild: öt
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Neusorg
30.05.2016
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Zu einem Vortrag von Bischof Dr. John Kattrukudiyil aus Indien hatte die katholische Arbeitnehmerbewegung Neusorg ins Jugendheim eingeladen. Die Gäste hörten erstaunliche Dinge.

Der Veranstaltung vorausgegangen war von dem geistlichen Würdenträger zelebrierter Gottesdienst in der Pfarrkirche Patrona Bavariae. Im Jugendheim hatten sich zahlreiche KAB-Mitglieder und Gäste eingefunden, um den Worten von Bischof Dr. John Kattrukudiyil zu lauschen. Es gab auch einen leinen Imbiss.

Der Bischof berichtete vom Aufbau einer Missionsstation in der nordostindischen Diözese Itanagar. Mittels Beamer präsentierte er einen Film über sein Heimatland. Darin wurde gezeigt, dass die Tätigkeiten in der Landwirtschaft von Frauenarbeit geprägt sind. Die Einwohner - teils Frauen mit kleinen Kindern auf dem Rücken - müssten schwer arbeiten. Auch Kinderarbeit sei dabei an der Tagesordnung. Wie von dem geistlichen Würdenträger weiter zu erfahren war, wollen die Menschen unbedingt eine Schule. Sie wüssten um die Qualität der kirchlichen Bildungsstätten und helfen deshalb alle beim Aufbau mit. Staatliche Schulen befinden sich in vielen Dörfern, jedoch gebe es Probleme, da die meiste Zeit keine Lehrer vor Ort seien. Bischof Dr. John Kattrukudiyil erzählte auch von der Weite des Landes und den Straßenverhältnissen. Um in seiner Diözese eine Entfernung von 20 Kilometern zurückzulegen, benötige er eine Stunde. Schwer sei es auch, für die abgelegenen Dörfer Priester zu finden, die auch bleiben. Die Geistlichen müssten viel laufen, da nur wenige Straßen vorhanden und die Entfernungen zwischen den Dörfern groß seien. In Indien gebe es noch viele Klosterschwestern.

Absicht des Geistlichen ist es, zwei neue Pfarreien zu errichten. Eine sei zwei Stunden und eine 24 Stunden Fahrzeit von Itanagar entfernt. In den katholischen Schulen seines Wirkungskreises wurden in den letzten zehn Jahren rund 16 000 Kinder unterrichtet und jedes Jahr werde eine neue Schule gebaut.

In der Diözese Itanagar lebten rund 20 verschiedene Stämme mit unterschiedlichen Dialekten. Englisch sei die Sprache, die alle eint. Deshalb finde der Unterricht in den Schulen auf Englisch statt. Bereits die Kollekte beim Gottesdienst war für das Projekt von Bischof Dr. John Kattrukudiyil bestimmt. Von den Anwesenden im Jugendheim durfte er weitere Spenden mit in seine Heimat Indien nehmen.
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