Elf Wehren bei Einsatzübung mit Retten und Löschen
"Inferno" auf Mediagelände

Den Erstangriff unter Atemschutz vollzogen die Einsatzkräfte des Neusorger Wehr mit dem LF20 KatS.
Vermischtes
Neusorg
30.09.2016
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Neusorg. (mde) Es war am Donnerstag ein ruhiger Spätsommerabend – bis die Sirenen heulten und die Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn aus allen Richtungen anrückten. Das Mediagebäude diente als Objekt einer Einsatzübung, zu der 143 Kräfte eilten.

Mit den Worten „Brand, großes Gebäude, mehrere Personen vermisst - Achtung Einsatzübung“ beorderte die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz die Feuerwehren aus Neusorg, Pullenreuth, Pilgramsreuth, Lochau, Trevesen, Brand, Ebnath, Fuhrmannsreuth, Riglasreuth, Schwarzenreuth und Kemnath um 19.01 Uhr in die Marktredwitzer Straße. Kreisbrandmeister Peter Prechtl hatte mit der Neusorger Wehrführung die Einsatzübung ausgearbeitet und vorbereitet. Vier Brandherden und vier vermissten Personen waren das Szenario.

Florian Heindl, zweiter Kommandant der Neusorger Feuerwehr, fungierte als Einsatzleiter. Hinzu kamen zwei Zugführer zur Unterstützung. Abschnitte wie Innenangriff, Wasserversorgung und Brandbekämpfung wurden gebildet. Unter schwerem Atemschutz drangen zwei Trupps zur Personensuche ins verqualmte Großgebäude ein. Aufgrund des Ausmaßes des Bauwerks waren zur Durchsuchung und Lokalisierung der Brandherde mehrere Trupps gefordert. Schnell konnten sie die vier vermissten Personen (Übungspuppen) finden und ins Freie bringen.

Die Löschwasserversorgung erfolgte über das Wasserleitungsnetz und zwei Zisternen. Die Wassertanks der Löschfahrzeuge dienten als Pufferspeicher. Dazu mussten große Schlauchleitungen gelegt und etliche Pumpen gesetzt werden. Zudem war es die erste größere Übung, bei der der Digitalfunk zum Einsatz kam.

Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther als Beobachter legte er besonderes Augenmerk auf die Einsatzleitung und die Aufteilung der Abschnitte. Hier sah er noch Handlungsbedarf, wozu er weitere Gruppenführer und Zugführer ansprach. Die Funktionskennzeichnung der zuständigen Kräfte und Abschnittsleiter sowie Einheitsführer sei hier ebenso wichtig.

Die Bürgermeister Ludwig König (Brand), Hubert Kraus (Pullenreuth) sowie Peter König (Neusorg) spendierten die Brotzeit für die Einsatzkräfte und begleiteten die spektakuläre Großübung. Peter König sprach von einer guten Leistung der Brandschützer, die eine logistische Herausforderung gemeistert und den „letzten Akkord“ auf dem Mediagelände geleistet haben.

Kreisbrandmeister Peter Prechtl dankte dem Personal des Rettungsdienstes, das mit einem Rettungswagen zur Absicherung vor Ort war.
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