Mit 252 PS nach Westen
Auf der Route 66

Die Brüder Günther und Richard Stock (von links) unternahmen gemeinsam mit Günthers Sohn Martin eine 5000 Kilometer lange Reise auf der berühmten Route 66 quer durch die USA. Und das mit einer Harley-Davidson. Bild:
Vermischtes
Neusorg
26.01.2016
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"Let's go West". Günther Stock, Sohn Martin und Bruder Richard machten das vor fünf Jahren auf ihren Maschinen Marke Harley-Davidson. Und unter ihnen die legendäre Route 66. Von diesem einmaligen Erlebnis zehren die Männer noch immer, und sie erzählen auch gerne davon.

Günther Stock berichtete im Pfarrheim auf Einladung der Katholischen Arbeitnehmerbewegung. Einleitend erinnerte er an die Entstehungsgeschichte der berühmten Straße. Sie wurde 1926 erbaut und diente der Besiedelung des Westens. Deshalb wurde sie auch als "Straße der Sehnsucht" bezeichnet. Später, so der Referent, ersetzte die "Interstate" den Highway, der ab den 1970-er Jahren als historische Straße wiederbelebt wurde.

In luftiger Höhe


In seinem von passender Musik untermalten Vortrag mit Bildern, die mittels eines Beamers auf die Leinwand geworfen wurden, erinnerte Günther Stock an den Flug von Stuttgart nach Chicago. Dort beeindruckte die drei Männer bei einer Stadtbesichtigung der 527 Meter hohe Willis-Tower mit seinem gläsernen Besucher-Balkon in sehr luftiger Höhe.

Auf Motorrädern mit 1600 Kubikzentimetern Hubraum, 84 Pferdestärken und einem Gewicht von jeweils sieben Zentnern traten die Weltenbummler die 5000 Kilometer lange Fahrt an. Nach Etappen von 200 bis 300 Kilometern täglich auf nicht immer schlaglochfreiem Untergrund bezogen sie in typisch amerikanischen Motels ihr Nachtquartier. Ein erster Höhepunkt der Reise war Saint Louis mit der "Old Chain of Rocks Bridge" über den Mississippi und der "Gateway Arch", ein 192 Meter hoher Bogen als Tor zum Westen. Auch eine Fahrt mit dem Raddampfer auf dem Fluss durfte nicht fehlen. Alles hatten die drei Neusorger auf Bildern festgehalten.

In Stanton, einem weiteren Zwischenstopp, nahmen sie an einer Führung durch das Museum über den legendären Jesse James teil und besuchten eine beeindruckende Tropfsteinhöhle. Aufnahmen zeigten die Motorradfahrer auch bei typisch amerikanischem Essen wie Steak oder Burritos. Nicht fehlen durfte auch eine alte Tankstelle an der Route 66 aus dem Jahr 1926. Die Fotos von Günther Stock zeigten auch den "schiefen Turm" einen schräg erbauten Wasserturm. Ein gesperrter Fluss wegen eines Unwetters am Vortag zwang die Biker auf ihrer Fahrt durch den 193 Kilometer langen und bis zu 244 Meter tiefen Palo-Duro-Canyon nach wenigen Kilometern zur Umkehr.

Auf der Cadillac-Ranch


Weitere Aufnahmen zeigten die "Big Texan Steak Ranch", in der während der Anwesenheit der Motorradfreunde ein Wettessen mit Fleischstücken von zwei Kilogramm Gewicht stattfand. Ebenso war die Cadillac-Ranch in Santa Rose zu sehen, auf der in den Himmel ragen, die mit der Schnauze in den Sand eingegraben waren. In Pecos durften die Drei die Pueblos der Apachen in Augenschein nehmen und in Santa Fe waren Lehmhäuser zu bewundern.

Auf großes Interesse stießen die Bilder vom Grand Canyon, vom Hoover-Staudamm und den Rocky Mountains. Nach dem Besuch von Las Vegas, vorbei am Death Valley, dem Tal des Todes, erreichten die Biker Los Angeles. Hier ließen sie sich vor einem Gedenkstein der Route 66 fotografieren. Den Abschluss des Vortrags bildeten Aufnahmen von Santa Monica, dem Sunset-Boulevard und dem berühmten überdimensionalen Hollywood-Logo. KAB-Vorsitzende Gabriele Söllner dankte Günther Stock, dass er die Gäste auf diese beeindruckende Reise visuell mitgenommen hat.
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