Neusorger Feuerwehr topfit
Lebensretter ziehen Bilanz

Kommandant Stefan Binner (vorne, links) zeichnete Helmut Kahl (vorne, rechts) für 40 Jahre aktive Dienstzeit aus. Eine Urkunde für ein Vierteljahrhundert durfte Helmut Pöllath entgegennehmen.
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Neusorg
12.01.2016
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Die Neusorger Feuerwehr vertraut ihrer Führungsriege. In der Dienstversammlung wurden Kommandant Stefan Binner und sein Stellvertreter Florian Heinl mit großer Mehrheit bestätigt.

45 Männer und 9 Frauen bilden den aktiven Kern. Diese waren bei fünf Brandeinsätzen, 43 technischen Hilfeleistungen und einer Sicherheitswache gefordert. Viermal gab es einen Fehlalarm. Höhepunkt des vergangenen Jahres war die Segnung des neuen Einsatzfahrzeugs "LF 20 KATS". Kommandant Binner erinnerte, dass seit Anfang 2015 die beiden Wehren Neusorg und Riglasreuth gemeinsam alarmiert werden, damit auch während des Tages ausreichend Einsatzkräfte zur Verfügung stehen.

Wie Binner weiter vortrug, absolvierten die Floriansjünger 29 Übungen und opferten dafür knapp 900 Stunden ihrer Freizeit. Dazu zählten die Einweisung in den Frühdefibrillator, Reanimations-Übungen sowie Einsatzübungen, Schulungen und die Vorbereitung auf den Digitalfunk. Im Rahmen einer Großübung mit 130 Feuerwehrkräften wurde ein Brand im Senioren-Servicehaus in Neusorg angenommen. Unterhalb einer Frist von 20 Minuten konnten alle Senioren aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht und dem Roten Kreuz übergeben werden.

Ebenso streifte der Kommandant die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger. Derzeit verfüge die Wehr Neusorg über 13 Einsatzkräfte. Aus den Nachwuchskräften konnten mittlerweile zwei weitere Atemschutzgeräteträger gewonnen werden. Sie werden in diesem Jahr die erforderlichen Lehrgänge besuchen. Verstärkung wird die Atemschutzgruppe durch Mitglieder der FFW Riglasreuth erhalten. Drei Löschgruppen legten 2015 eine Leistungsprüfung ab. Ein Mitglied besuchte den Lehrgang zum Gerätewart an der Feuerwehrschule in Regensburg und 14 nahmen an einer Schulung für Digitalfunk teil. Abschließend dankte Kommandant Binner seinem Stellvertreter Florian Heinl und allen anderen Kameraden für die Unterstützung. Bürgermeister Peter König lobte Stefan Binner für seinen ausführlichen Bericht. Auch namens des Gemeinderats betonte er, die beiden Kommandanten hätten in den vergangenen sechs Jahren mehr als nur ihre Pflicht erfüllt.

Mangelnder Respekt


Nicht immer dankbar angenommen wurde die Arbeit der Feuerwehr. In der Jahreshauptversammlung bedauerte Kommandant Binner, dass er sich im Rahmen einer Absperrmaßnahme mit dem Ausspruch, dass "die Idioten von der Feuerwehr die Straße sperren" beleidigen lassen musste. Weiter monierte er, ein Mitglied sei ebenfalls bei einer Absperrmaßnahme trotz Feuerwehrfahrzeug mit blinkender Rundumleuchte und Warnkleidung von einem Pkw fast umgefahren worden. Er stellte die Frage in den Raum, ob sich das Feuerwehrleute bieten lassen müssen.

Heribert Schraml tritt beim Feuerwehrverein die Nachfolge des zurückgetretenen Schatzmeisters Stefan Kießkalt an. In der Jahreshauptversammlung wurde er für zwei Jahre bis zu den turnusmäßigen Neuwahlen verpflichtet. Die Mitglieder bestätigten die beiden Kassenprüfer Bürgermeister Peter König und Helmut Müller.

Anschließend trug Vorsitzender Alexander Veigl seinen Rechenschaftsbericht vor. Darin sprach er von einem Mitgliederstand von 189 Personen. Acht Neuaufnahmen standen dabei drei Austritte und zwei Todesfälle gegenüber. Im Mittelpunkt stand 115. Gründungsfest mit Fahrzeugweihe. Zwölf Jubilaren wurde zu runden Geburtstagen gratuliert, fünf Hochzeitspaaren durfte die Wehr Glückwünsche überbringen. Die Rothelme beteiligten sich am Ferienprogramm und leisteten ihren Beitrag zum Volkstrauertag.

Jugendgruppe präsent


Von 20 Übungen der Jugendlöschgruppe sprach Jugendwart Sebastian Schindler. In diesen Unterrichtseinheiten befassten sich die 13 Mitglieder intensiv mit dem neuen Löschfahrzeug. Drei Übertritten in den aktiven Dienst standen drei Neuaufnahmen gegenüber. Eine Einsatzübung in der leerstehenden Wohnung im Bauhof stand ebenfalls auf dem Programm. Die Jugendgruppe war beim Bürgerfest mit einem Info-Stand zum Rauchmelder präsent.

Erstmals soll im Januar zu einer Gruppenversammlung der Feuerwehrjugend eingeladen werden, war von Sebastian Schindler zu erfahren. Es soll ein Jugendsprecher gewählt und ein eigener Kassenwart eingesetzt werden.
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