Pächterwechsel im Sportheim
Skandal entfällt

Das Sportheim in Neusorg wartet auf einen neuen Pächter. Bild: öt
Vermischtes
Neusorg
20.08.2016
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Als die Ära Hörl im Neusorger Sportheim endete, fingen die Gerüchte zu brodeln an. Wohl zu Unrecht, es gibt keine Schlammschlacht, bestätigten beide Seiten. Völlig einvernehmlich war die Trennung aber auch nicht.

Der SV und Alexander Hörl gehen getrennte Wege. Das überraschende Ausscheiden des Sportheimwirts ließ die Gerüchteküche brodeln - zu unrecht wie Verein und Hörl übereinstimmend betonen. Wenn die Trennung Anfang August auch nicht in völligem Einvernehmen über die Bühne ging, es gebe keinen Streit ums Geld und keine offenen Forderungen mehr.

Tatsächlich hatten beide Seiten Außenstände bei der jeweils anderen. "Das ist aber normal für so ein Pachtverhältnis", sagt Harald Holzinger. Das SV-Ehrenmitglied führt das Sportheim weiter, bis ein neuer Pächter gefunden ist.

Seine Aussage bestätigt Alexander Hörl. Bei einem Gespräch habe er sich mit der Vereinsführung geeinigt. "Am Schluss habe ich noch 100 Euro bekommen", sagt Hörl zu dem Gespräch, an dessen Ende er nicht mehr Sportheimwirt war.

Zu den Gründen für die Trennung unterscheiden sich die Angaben. Laut Hörl kam der Verein auf ihn zu, um die Vertragsauflösung zu fordern. "Ich wollte keinen Streit", sagt Hörl. Deshalb habe er sich dann freiwillig und ohne Kündigungsfrist zurückgezogen. Die angegebene Begründung, es kommen weniger Gäste, hälte Hörl für vorgeschoben. "Vielleicht nimmt man mir übel, dass ich vergangenen Winter als Fußball-Abteilungsleiter aufgehört habe."

Hörl sagt, er sei zwar etwas enttäuscht. Weil er nach einer schweren Krankheit noch immer gesundheitlich angeschlagen ist, könne er mit der Trennung gut leben. Er habe zudem die Zusage, in der Pächterwohnung bleiben zu können, bis er eine neue Bleibe gefunden hat. Dies bestätigt Holzinger. Zur Trennung ist seine Sicht etwas anders. Der Verein verdankte Alexander Hörl und seiner Familie sehr viel.

Alexander Holzinger habe als Fußballabteilungsleiter viel geleistet und war auch ein sehr guter Wirt, genau wie seine Eltern. Wohl auch wegen der Erkrankung sei der Betrieb zum Ende nicht mehr gelaufen, wie sich der Verein das vorgestellt habe. Als Hörl dann noch wegen einer Pachtsenkung angefragt hat, wollte man der Verein diese nicht gewähren. "Die Pacht ist ohnehin nicht sehr hoch."

In dem folgenden Gespräch habe sich dann ergeben, dass eine Trennung das Beste ist. "Aber wir haben uns ausgesprochen und geeinigt. Beide Seiten können sich noch in die Augen schauen", sagt Holzinger.

Pächter gesuchtDer SV ist nun auf Pächtersuche. Bei Rückfragen zur Miete und zur Pacht stehen zur Verfügung, Tobias Prechtl: 0151/23436645 und Norbert Högl: 0171/3816282, ab dem 22. August.
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