Pfarrer Edmund Prechtl rät zu Gottvertrauen und Gelassenheit
Von Gott tragen lassen

Pfarrer Edmund Prechtl. Bild: öt
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Neusorg
29.02.2016
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Es gibt Menschen, die meinen, dass ohne sie nichts gehen würde. Ihnen gab Edmund Prechtl zu bedenken: Das Leben sei auch viele Jahrhunderte ohne sie gelungen.

Riglasreuth. Neusorgs Pfarrgemeindesprecher Stefan Roth hieß den Pressather Pfarrer zum Glaubenssemiar der Pfarrgemeinderäte von Neusorg und Pullenreuth willkommen. Prechtl stellte seinen Vortrag im Kolpinghaus unter das Thema "Gottvertrauen und Gelassenheit".

Seine Ausführungen begann er mit der Geschichte des Spatzen, der auf dem Rücken lag, die Beine in die Höhe streckte und meinte, er müsse den Himmel tragen. Als ihn ein kräftiger Windstoß umwarf, sah er, dass der Himmel trotzdem nicht einstürzte. So verhalte es auch mit vielen Menschen, die sich zu wichtig nehmen. Für sie gelte, die Perspektive zu ändern. Sie müssten nicht alles, sondern dürften gerne etwas tun. Zum Thema Gottvertrauen meinte Prechtl, dass Gott vom Himmel herabgestiegen und in die Welt gekommen sei, um an der Seite der Menschen zu sein. Jesus freute sich von Herzen bei der Hochzeit von Kanaa und weinte am Grab von Lazarus. Dies sei zutiefst menschlich. Er habe sich mit Ausgegrenzten an den Tisch gesetzt und sei gestorben wie die Menschen. Er sei wieder auferstanden und habe dies auch den Gläubigen prophezeit. Der Referent forderte alle dazu auf, das Mensch-Sein so zu verstehen wie Jesus.

Glaube sei eine persönliche Beziehung. Wenn jemand etwas aus Liebe mache, dann rechne er nicht nach, wie lange dies dauert oder wie viel es kostet. Im Leben gebe es ein Auf und Ab, aber Gott sei immer mit dabei. Er räume nicht alles aus dem Weg, aber er trage die Gläubigen durch alle Widrigkeiten des Lebens.

Keiner müsse Unmögliches leisten, aber jeder soll einsetzen, was er an Talenten besitzt. Wer sich von Gott gehalten und getragen wisse, der könne mit Gelassenheit durchs Leben gehen, stellte der Referent heraus. Das Gebet gebe die Kraft zu ändern, was geändert werden kann. Die wirklichen Dinge des Lebens könne der Mensch nicht kaufen, sie werden ihm geschenkt.

Gelassenheit lade ein, sich Zeit zu lassen. Dinge, die gelingen sollen, bräuchten Zeit. Man könne sich über alles ärgern, man sei aber nicht dazu verpflichtet. Das wichtigste Werk sei die Liebe, die wichtigste Stunde bilde immer die Gegenwart und der wichtigste Mensch sei immer der, der einem gerade gegenüber steht, betonte der Seelsorger.
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