Prälat-Stauffer-Platz
Ehre für den Ehrenbürger

Zur Einweihung des Prälat-Stauffer-Platzes kamen auch dessen Schwester Johanna Schenkl (vorne, Dritte von links) mit Tochter Carmen (vorne, zweite von links) und Enkelin Sarah (vorne, Vierte von links) und Tochter Elisabeth Bild: hkoe
Vermischtes
Neusorg
22.07.2016
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Der 2013 neugestaltete Friedhofsvorplatz heißt jetzt "Prälat-Stauffer-Platz". Pfarrer Hans Riedl spendete den kirchlichen Segen. In einer Andacht wurde dem Neusorger Ehrenbürger und Heimatpfarrer gedacht.

Bürgermeister Peter König begrüßte auf dem Friedhofsvorplatz zahlreiche Ehrengäste, darunter auch die Schwester von Prälat Edmund Stauffer, Johanna Schenkl mit ihrer Familie. "Unser Ehrenbürger Prälat Edmund Stauffer hat sehr viel von seinem Geburtsort Neusorg gehalten und die Liebe zu seiner Heimatgemeinde immer wieder bekundet", betonte König. "Wenn ich nach Regensburg fahre, fahre ich nach Hause. Wenn ich nach Neusorg fahre, fahre ich heim", sei ein Satz, den Stauffer immer wieder gesagt habe.

Er erinnerte an das Leben des Prälaten, der am 9. August 1925 in Neusorg geboren wurde. Am 29. Juni 1950 empfing Stauffer die Priesterweihe durch Bischof Michael Buchberger, anschließend trat er seine Stelle als Kaplan im oberfränkischen Schönwald und Kooperator in Marktredwitz an. Im Jahr 1971 wurde er zunächst Schulreferent des Bistums mit Zuständigkeiten für Schulen, Hochschulen und Universitäten, 1974 Vorsitzender der Konferenz der Leiter der Schulabteilungen der Diözesen in der gesamten Bundesrepublik. 1972 wurde Stauffer zum Domkapitular ernannt. Von 1991 bis 1995 Bis zu seiner Emeritierung 1995 war er seit dem Jahr 1991 als Dekan des Regensburger Domkapitels tätig.

"Unser Heimatpriester Edmund Stauffer hatte zudem mehrere Aufsichtsrats- und Stiftungratsmandate inne, darunter, was wahrscheinlich viele nicht wissen, den Aufsichtsratsvorsitz der Brauerei Bischofshof/Klosterbrauerei Weltenburg von 1975 bis 1993", erklärte König. Nach seiner Ruhestandsversetzung wirkte er viele Jahre als Hilfspriester im Kloster Sankt Emmeram. Im Jahr 2010 endete seine Regensburger Zeit mit dem Einzug in das Seniorenheim Kemnath, in dem er am 24. November 2013 starb.

König betonte, dass Prälat Edmund Stauffer aufgrund seiner hohen Verdienste verschiedene Auszeichnungen und Ehrungen zu Teil wurden. Unter anderem wurde er zum päpstlichen Ehrenprälat durch Papst Paul VI. ernannt und habe das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten.

"Der große Sohn" der Gemeinde Neusorg habe auch ein großes Herz gehabt, fuhr König fort. Zum Beispiel stiftete er das Wandbild an der Ostseite der Leichenhalle, anlässlich seines 60-jährigen Priesterjubiläums im Jahre 2010. "Dieses Bildnis wird uns immer wieder gerne an unseren Heimatpriester erinnern." Auf seinem Heimatfriedhof, im dortigen Priestergrab, hat der Ehrenbürger seine letzte Ruhestätte gefunden.

Nach der offiziellen Namensgebung besuchten die Teilnehmer die letzte Ruhestätte des Ehrenbürgers am Priestergrab im Friedhof.
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