Wohnen und residieren

Die Seniorenbeauftragten der Städte, Märkte und Gemeinden im Landkreis besichtigten das Senioren-Servicehaus in Neusorg und hörten Neuigkeiten zum "Pflegestärkungsgesetz 2". Bild: hfz
Vermischtes
Neusorg
12.11.2016
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Auf Einladung der Fachstelle des Landkreises und von Ludwig Spreitzer besichtigten die Seniorenbeauftragten der Städte, Märkte und Gemeinden das Senioren-Servicehaus in Neusorg.

Bei Kaffee und Kuchen referierte Evelin Schrems, Pflegeberaterin der AOK Tirschenreuth, zum Thema "Pflegestärkungsgesetz 2", das am 1. Januar in Kraft tritt. Die Leistungen von drei Pflegestufen ändern sich in fünf Grade. Ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff ermöglicht eine individuelle Einstufung mit passgenaueren Leistungen. Bewertet werden sechs Module, diese setzen sich zusammen aus Mobilität, kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychischen Problemlagen, Selbstversorgung, Bewältigung und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen sowie der Gestaltung des Alltagsleben und sozialen Kontakten.

Schrems machte deutlich, dass kein bisheriger Leistungsbezieher durch die Reform schlechter gestellt werde. Maßgeblich für die Begutachtung ist immer der Zeitpunkt der Antragstellung. Alle Anträge, die 2016 gestellt werden, sind nach altem Recht zu begutachten. Die Seniorenbeauftragten waren natürlich auch nach Neusorg gekommen, um das Senioren-Servicehaus näher kennenzulernen und sich über die Angebote zu informieren.

Einrichtungsleiterin Tina Ahrendt stellte den Senioren die beiden Wohnformen vor, zum einen das Pflege-Wohnen und zum anderen das Residenz-Wohnen. Im Pflege-Wohnen wird das sogenannte "Hausgemeinschaftsmodell" umgesetzt, Pflege und Betreuung richten sich ganz nach den Bedürfnissen der Bewohner.

Um eine familiäre und angenehme Atmosphäre zu schaffen, ist das Haus in kleine überschaubare Wohngruppen aufgeteilt. Die stationäre Versorgung mit Pflege und Betreuung wird rund um die Uhr gewährleistet. Das Residenz-Wohnen befindet sich in einem separaten Bereich des Gebäudekomplexes mit 14 geräumigen, behindertengerechten Wohnungen, ausgestattet mit einem gemütlichen Wohnbereich, einem Schlafzimmer und einer Küche sowie einer Nasszelle. Die Bewohner haben so die Möglichkeit, ihren Lebensalltag selbstständig zu gestalten. Bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten konnten sich die Seniorenbeauftragten selbst ein Bild machen.
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