Pfarrfest der Pfarrgemeinde Sankt Michael
Grenzenlos feiern

Beim Gottesdienst anlässlich des Pfarrfestes der Pfarrgemeinde St. Georg waren die Sitzplatzreihen nach den elf Ortsteilen Mockersdorf, Firkenhof/Lämmershof, Neustadt, Kemnath/Neustadt, Guttenthau, Roslas, Plössen, Ramlesreuth, Tremau und Kirchenlaibach eingeteilt worden. Jeder Ort hatte seinen festen Platz. Nichtsdestotrotz rief Pfarrer Sven Grillmeier (links) dazu auf, über die Ortsgrenzen hinweg zu blicken. Bild: hia
Freizeit
Neustadt am Kulm
14.07.2016
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Beim Gottesdienst anlässlich des Pfarrfestes der Pfarrgemeinde St. Georg waren die Sitzplatzreihen nach den elf Ortsteilen Mockersdorf, Firkenhof/Lämmershof, Neustadt, Kemnath/Neustadt, Guttenthau, Roslas, Plössen, Ramlesreuth, Tremau und Kirchenlaibach eingeteilt worden. Jeder Ort hatte seinen festen Platz. Nichtsdestotrotz rief Pfarrer Sven Grillmeier (links) dazu auf, über die Ortsgrenzen hinweg zu blicken. Bilder: hia (2)

Erst getrennt, dann doch vereint: Für das Pfarrfest der Pfarrgemeinde Sankt Michael hatte Pfarrer Sven Grillmeier für die Gläubigen eine besondere Botschaft.

Mockersdorf. "Wer glaubt ist nicht allein" - dieses Lied sangen die katholischen Christen der Pfarrgemeinde Sankt Michael zum Auftakt ihres Pfarrfestes. Trotz brütender Hitze und vieler Veranstaltungen im näheren Umkreis trafen sich die Gläubigen am Sonntag aus allen Teilen der Pfarreiengemeinschaft zum Gebet wie zum Feiern im Pfarrhof.

Die Gestaltung des Gottesdienstes hatte das Vorbereitungsteam um Heidi Schaeffler, Kerstin Haberberger, Maria Busch und Melanie Walter übernommen. Die Botschaft vom barmherzigen Samariter beziehungsweise die Frage "Wer ist Dein Nächster?" standen im Mittelpunkt.

Die Sitzplatzreihen waren schon im Vorfeld nach den elf Ortsteilen Mockersdorf, Firkenhof/Lämmershof, Neustadt, Kemnath/Neustadt, Guttenthau, Roslas, Plössen, Ramlesreuth, Tremau und Kirchenlaibach eingeteilt worden. Absperrbänder machten die Abgrenzung auch optisch deutlich. Pfarrer Sven Grillmeier begrüßte seine Schäfchen nicht als Ganzes, sondern aus den einzelnen Ortsteilen.

Doch "nicht wer sich räumlich abgrenzt und abschottet, wer auf Distanz geht, wer am anderen einfach vorbeigeht, wenn er in Not ist, entspricht dem christlichen Selbstverständnis", sagte Pfarrer Grillmeier. "Sondern wer dem anderen hilft, wenn er Hilfe benötigt, gleich in welchem Ortsteil er wohnt, der offen ist gegenüber anderen, auch wenn er sie nicht kennt." Der barmherzige Samariter sei der Prototyp, das verbindende Element dessen, was Christen ausmacht.

Als einigendes Band kam ein Reversetikett mit der Aufschrift "Ich bin Christ" zum Vorschein. Als sich die Gläubigen beim Friedensgruß quer Beet die Hände reichten, lösten sich auch die nach Ortsteilen geordneten Sitzgruppen auf. In den Fürbitten baten schließlich die Kinder und Erwachsenen um diese Einheit und Gemeinschaft im Geiste, um offene Augen und Ohren für das Wort Gottes.

Der Messe folgte die Mass beim anschließenden Pfarrfest mit Frühschoppen, Mittagstisch sowie Kaffee und Kuchen im Pfarrhof der Michaelskirche. Vor allem Frauenbund und Pfarrgemeinderat landeten mit ihrem kulinarischem Angebot einen Volltreffer. Anstatt der traditionellen warmen Küche gab es ein Salatbuffet aus 18 verschiedenen Variationen. Am Kuchenbuffet hatten die Gäste die Auswahl aus mehr als 30 verschiedene Torten und Kuchen.

Reißenden Absatz fanden die Lose der Tombola. Auch Pfarrer Grillmeier schlug dafür kräftig die Werbetrommel. Rita Grüner, Maria Fuchs und Christine Büttel hatten alle Hände voll zu tun, die 850 Preise auszugeben. Für die Kleinen hatten die Organisatoren einen Spieleparcour aufgebaut. Von der Mal- und Bastelecke über Bobbycars, Twister, Becherlaufen oder Kübelspritzen war alles geboten.

Ursula Dadder und Brigitte Schindler zauberten den kleinen Gästen bunte Motive ins Gesicht. Pia und Ina Haberberger begaben sich mit den Kindern auf Schnitzeljagd durch das Dorf. Der Erlös des gesamten Festes kommt der Innenrenovierung der Pfarrkirche zugute.
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