Weihnachtskonzert in der evangelischen Dreieinigkeitskirche

Sehr gut besucht war ein besinnliches Weihnachtskonzert der evangelischen Kirchengemeinde der Kulmstadt. Bilder: ww (2)
Kultur
Neustadt am Kulm
29.12.2015
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Reichhaltig und qualitativ ansprechbar ist das musikalische Leben in der evangelischen Kirchengemeinde der Kulmstadt. Mit seinen Liedvorträgen stellte der Kichenchor unter Beweis, dass die Nachfolge als Chorleiterin von Feyken Bergner durch Manuela Brand sehr erfolgreich verlaufen ist.

Für das Weihnachtskonzert in der Dreieinigkeitskirche ließen sich die Veranstalter wieder musikalische Schmankerl einfallen. Es geriet zu einem Treffen der Generationen.

Mit dem "Weihnachtsruf", einer Eigenkomposition der Dirigentin Karin Müller-Bayer des evangelischen Posaunenchors der Kulmstadt, und dem Weihnachtslied "Vom Himmel hoch" hieß der Chor die vielen Besucher in der Dreieinigkeitskirche zur "Festlichen Weihnachtsmusik" willkommen. Das Konzert, in dessen weiteren Verlauf die Menschwerdung Gottes vielfach gefeiert wurde, war von musikalischer Vielfalt und Vielgestaltigkeit fast nicht zu überbieten. Pfarrer Hartmut Klausfelder zeigte sich dankbar für das reichhaltige und qualitativ ansprechende musikalische Leben in der Kirchengemeinde: "Heute ist in diesem Konzert nahezu alles vertreten, was in der Kirchengemeinde Musik macht." Der Kirchenchor unter Leitung von Manuela Brand stellte mit dem Lied "Freue dich Welt" von G.F. Händel gleich zu Beginn unter Beweis, dass die Leitung des Chors unter seiner neuen Dirigentin in den besten Händen ist.

Stück mit Dudelsack


Der Kinderchor mit "Alle Jahre wieder" unter Leitung von Christine Rupprecht sowie das Vokal-Quintett Kemnath/Neustadt am Kulm mit Manuela Brand, Carolin Deinlein, Stefanie Kaufmann, Marion Klausfelder und Christine Pühl mit "Der Heiland ist geboren" besangen die gute Nachricht Gottes. Die drei unterschiedlichen Gesangsgruppen bescherten ein Gesangstreffen der Generationen, ehe der Frankenberger Posaunenchor unter Leitung von Willi Stahl mit dem "Menuett"von Johann C.F. Fischer den ersten Teil des Konzertes beschloss.

Mit besinnlichen Wortbeiträgen, Lesungen und Gebeten führten Pfarrer Klausfelder und Christine Rupprecht durch das Programm. Der zweite Teil des Konzerts war dem Friedensbringer Jesus gewidmet, der Gott und Menschen miteinander versöhnt. Mit den Stücken des Kirchenchors "Es ist ein Ros' entsprungen" von M. Prätorius und des Männergesangvereins "Kulmianer Neustadt am Kulm/Trabitz" unter Leitung von Konrad Dippl mit den Liedvorträgen "Luleise Gottes Sohn" und "Weihnachtsglocken" war etwas vom Frieden in der Welt zu spüren. Ergänzt wurde dieser Teil durch das Vocal Quintett mit "Christmas Lullaby" von J. Rutter, begleitet auf der Orgel von Pfarrer Klausfelder, dem Vortrag "Stille Nacht" mit Oboe, Klavier, Gitarre und Schlagzeug durch Mira Rupp, Sophia Benndorf, Andreas Benndorf und Jonas Neise. Auch ein Orgel-Solo mit Stücken von F. Mendelssohn-Bartholdy durch Christine Pühl und der Vortrag des Posaunenchors "Ich steh an deiner Krippen hier" trugen dazu bei.

Den dritten Abschnitt des Konzerts leitete Pfarrer Klausfelder mit "Cantias des Santa Maria" auf seinem Dudelsack, begleitet von seiner Ehefrau Monika auf der Querflöte und Christiane Bayer auf der Trommel, ein. Ergänzt wurde der Teil mit Vorträgen des Kinderchors "Als ich bei meinen Schafen wacht", begleitet auf dem Klavier von Christine Pühl, dem Kirchenchor mit "Herbei, o, ihr Gläubigen" und dem Posaunenchor Frankenberg mit "Fröhlich soll mein Herze springen". Dieses Weihnachtslied von Paul Gerhard sangen die Konzertbesucher mit.

Pfarrer Klausfelder leitete in seiner Moderation auf die Engel über, die trotz mitternächtlicher Stille und Ruhe an Weihnachten fleißig unterwegs waren. Dort, wo die Engel auftauchen, ging es nicht so ruhig und besinnlich zu, so der Pfarrer. Dies bekamen als erstes die Hirten auf den Feldern von Bethlehem zu spüren. Berühmt, so Klausfelder weiter, ist vor allem der Gesang der "himmlischen Herrscharen, den der Evangelist Lukas in seiner legendären Weihnachtsgeschichte überliefert". "Ehre sei Gott in der Höhe" singen die Engel, oder auf Lateinisch "Gloria in excelsis deo". Dieses Gloria brachte die Musikgruppe um Mira Rupp zu Gehör.

Geschichten und Musik


Für Abwechslung sorgte Christine Rupprecht mit der Mundartgeschichte "Die rechte Freid" von Otto Schemm und dem Gedicht "Licht an Dezembertagen". Seinen Fortgang nahm das Konzert mit der Eigenkomposition "Romanze" von Pfarrer Klausfelder an der Orgel und seiner Ehefrau auf dem Waldhorn sowie den Liedervorträgen des Männergesangvereins "Hört der Engel Lied von fern" und "Hymne an die Nacht".

Der Solovortrag mit Marion Klausfelder mit "Uns ist geboren ein Kindelein" (Max Reger) und vom Vocal Quintett mit "O komm, o komm, du Morgenstern" sowie "Es ist für uns eine Zeit angekommen", waren weitere Höhepunkte eines überaus kurzweiligen und sehr gelungenen Konzertes, das mit dem gemeinsam gesungenen Lied "O du fröhliche" endete. Der Eintritt zu diesem großartigen Konzert war frei. Die gesammelten Spenden werden für die kirchenmusikalische Arbeit verwendet.
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