Ein BRK-Jahr hat 594 Tage

Die BRK-Bereitschaft zeichnete engagierte Mitglieder aus. Fritz Sorger wurde für 40 und Horst Biewald (vorne von links) für 50 aktive Dienstjahre geehrt. Kreisgeschäftsführer Franz Rath (rechts), stellvertretende Kreisbereitschaftsleiterin Corinna Rewitzer und der Leiter des Rettungsdienstes Peter Lischka (links) sowie Bereitschaftsführer Gerhard Müller gratulierten. Bild: ww
Lokales
Neustadt am Kulm
01.12.2014
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Im Dezember ist es so weit. Die ambulante Pflege der Neustädter Rot-Kreuz-Bereitschaft soll das neue Domizil an der Jahnstraße beziehen. Die Mitglieder erwiesen sich aber nicht nur am Bau als fleißig.

Mit einem Essen im Gasthaus Burucker bedankte sich die BRK-Bereitschaft bei ihren Aktiven für die Arbeit im abgelaufenen Jahr. Mit dem Termin verband das BRK auch die Hauptversammlung. Großes Lob heimste die Bereitschaft von Direktor und Kreisgeschäftsführer Franz Rath und stellvertretender Kreisbereitschaftsleiterin Corinna Rewitzer ein.

Höhepunkt des Abends war die Ehrung verdienter Aktiver. Für fünf Jahre aktiven Dienst wurde Andreas Mois und für zehn Jahre German Künneth geehrt. Die goldene Ehrennadel für 40 Jahre erhielt Fritz Sorger. Die Auszeichnungsspange für 50 aktive Dienstjahre ging am Horst Biewald. Dieser erhielt zudem die DRK- Ehrennadel in Gold. Franz Rath hob hervor, dass Biewald sich weit über die Grenzen der Bereitschaft hinaus einbrachte. Zum Schluss gab es eine Urkunde für den neuen Rettungssanitäter Helmut Schmidt.

Fast alles selbst erledigrt

Bereitschaftsführer Gerhard Müller berichtete von einem doppelt arbeitsreichen Jahr: Neben der "normalen" Arbeit habe der Bau des Rotkreuzhauses an der Jahnstraße die Mitglieder gefordert. Demnächst können die Räume nun genutzt werden. 140 000 Euro seien verbaut, obwohl die Mitglieder beinahe alle Arbeiten selbst erledigt hätten. In diesem Jahr wurde der Trockenbau vollendet, die Bodenbeläge sind eingebracht, die Räume getüncht und die Türen gesetzt. Die Sanitäranlagen sind fast fertig, diese Woche soll die Küche kommen. Das Büro ist bereits eingerichtet, die Hauskrankenpflege soll ab Dezember den Stützpunkt beziehen. Besonders erwähnte Müller Hans-Günther Rieß und Josef Henfling die kostenlos die Fliesenarbeit übernommen haben.

Bei der normalen Bereitschaftsarbeit hob Müller die Ausbilder Gerhard Schmetzer und Anke Priebe hervor. Aber auch die Aktiven waren fleißig. An den Rettungswachen im Kreisverband arbeiteten sie 1500 Stunden. Über 70 Einsätze verzeichneten die Helfer vor Ort. In der Krisenintervention war Anke Priebe bei neun Einsätzen. Sehr zufrieden ist Müller mit den vier Blutspendeterminen (Hintergrund). Auch das "Café Zeitlos" werde gut von Demenzkranken und ihren Angehörigen angenommen.

"Essen auf Rädern" bietet die Bereitschaft erst seit kurzem (siehe Kasten). Mit dem Auftakt ist Müller zufrieden. Er dankte dem Kreisverband für das zusätzliche Fahrzeug für dieses Angebot. Sechs Fahrzeuge stehen nun im Fuhrpark. Für den Fachdienst Technik und Sicherheit habe die Bereitschaft einen gebrauchten MB Sprinter 413 angeschafft und mit der nötigen Ausrüstung ausgestattet. Problematisch sei, dass jüngere Mitglieder das Fahrzeug mit ihrem Autoführerschein nicht fahren dürfen. Wie bei der Feuerwehr sollte hier der Helferführerschein zum Einsatz kommen. Müller erinnerte an die Feste für die Patienten der ambulanten Pflege, und an die Aktion "Fit in den Frühling und fit in den Herbst" in den Kirchengemeinden Neustadt und Eschenbach. Sehr aktiv waren die sieben Gymnastikgruppen in Neustadt, Pressath, Burkhardsreuth, Kirchenthumbach und Oberbibrach. Dank galt den Übungsleiterinnen Anni Priebe und Hannelore Wenzel.

Müller erinnerte weiter an den Sanitätsdienst bei Veranstaltungen wie dem Bürgerfest oder den "Cup der Nationen" hin zum Firmenfest der BHS in Weiherhammer. Bei der Großübung des Landkreises Bayreuth in Haidenaab habe die Bereitschaft einen Behandlungsplatz organisiert und viel Lob geerntet. Auch den Helfern beim Kulmhausdienst dankte Müller. Die Bereitschaft habe keine Probleme, ihre Dienste zu besetzen. Insgesamt 14 260 Stunden haben die Mitglieder für die Bereitschaft geleistet.

Dank an Müller

Zum Schluss dankte der Bereitschaftsführer den Aktiven für die Mithilfe. Ein weiterer Dank galt den Kommunen Neustadt, Vorbach und Trabitz, der evangelischen Kirchengemeinde, der DJK Pressath und dem Kreisverband. Anni Priebe war es vorbehalten, dem Bereitschaftsführer Gerhard Müller zu danken. Kreisgeschäftsführer Franz Rath ging ebenfalls auf das große Engagement und die positive Entwicklung der Bereitschaft ein. Außerdem sprach er die Flüchtlingsproblematik in Bayern an. Er verglich sie mit der Situation vor 25 Jahren, als die Mauer fiel. Damals wie heute habe man die Pflicht zu helfen, nicht nur weil man beim Roten Kreuz, sondern weil man Christ sei. Stellvertretende Kreisbereitschaftsleiterin Corinna Rewitzer gratulierte zur großartigen Leistung und Bewältigung der Aufgaben.
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