Ein Haus für den Kulm

Lokales
Neustadt am Kulm
23.10.2015
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Der Blick vom Kulmhaus wird zum Kleinen Kulm schweifen, um sich dann im Frankenland zu verlieren. So sieht es Bürgermeister Wolfgang Haberberger. Der Stadtrat brachte nun den Bauantrag für das lange diskutierte "Informationszentrum am Kulm" ins Genehmigungsverfahren.

Noch einmal ging Bürgermeister Wolfgang Haberberger auf die langen Beratungen ein und zeigte sich glücklich. "Die Planung steht, die Finanzierung ist gesichert." Schon einmal lag dem Stadtrat eine Planung vor. 400 000 Euro standen in der Finanzplanung, 40 Prozent sollte die Förderung betragen. Nun legte Haberberger ein Konzept mit kalkulierten Kosten von 464 000 Euro vor. Mehrkosten ja, aber unter dem Strich für die Stadt günstiger, wie er betonte. Haberberger rechnet mit einer staatlichen Förderung deutlich über 50 Prozent.

Auf 536 Metern Höhe wird das Informationszentrum einen Leuchtturm für den Kulmgau bilden, davon ist der Bürgermeister überzeugt. Eingebettet ins Waldgebiet des Vulkankegels soll es für Erholungssuchende und Touristen zum Wohlfühlort werden. Der Bürgermeister rechnet mit jährlich 20 000 Besuchern, schon jetzt zähle man an manchen Wochenenden bis zu 4000, gab Haberberger bekannt. Als Mittelpunkt des Pavillons soll ein 95 Quadratmeter Besucherraum entstehen. Zwei Ausstellungsräume, ein großer umlaufender Balkon mit Edelstahlgeländer und selbstverständlich WC-Räume ergänzen das Konzept. Gedacht ist auch an Bewirtungsmöglichkeiten. Deshalb ist der Rat schon jetzt auf der Suche nach einem Pächter.

Angetan vom Planungskonzept zeigte sich Hermann Preißinger. Nun gelte es, sich Gedanken über die Ausstattung und die Nutzung zu machen, erklärte Preißinger und verwies auf die gelungene Dauerausstellung Vulkanerlebnis am Parkstein. Für Haberberger ein Anlass, auf seine Gespräche zum Aufbau von Natur- und Geopark-Ausstellungen hinzuweisen. Sorgen machte sich Käthe Pühl über das Licht- und Beschattungskonzept. Wegen des drei Meter breiten Dachüberstandes sei auf gute Ausleuchtung zu achten, mahnte die Vorsitzende des Kulmvereins.

Reiner Kopp befand: "Das Projekt ist notwendig, aber die Mehrkosten im Vergleich zur alten Planung sind nicht akzeptabel". Kopp kritisierte die scheibchenweisen Informationen. Dagegen sprach Karlheinz Schultes von "finanziell trockenen Tüchern". Der Bürgermeister versicherte: "Im Vergleich zur alten Planung und zu früheren Haushaltsansätzen entstehen keine Mehrkosten". Haberberger begründete diese Feststellung mit einer höheren Förderzusage der Regierung. Mit klarer Mehrheit bei Gegenstimmen von Reiner Kopp und Jörg Dollhopf billigte das Gremium Konzept und Bauantrag.
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