"Förderverein Rauher Kulm" zu Besuch im Naturpark "Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale"
Schnitzereien und eine "Steinerne Rose"

Im Freizeitpark "Märchenwald" nahm die Reisegruppe das Mittagessen ein. Viele der schon etwas älteren Teilnehmer versprachen, mit ihren Enkeln wiederzukommen und mit ihnen die vielen Märchenszenen im Detail zu besichtigen. Bild: ow
Lokales
Neustadt am Kulm
29.09.2015
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Der Rauhe Kulm wurde 2013 zum schönsten Naturwunder Deutschlands gewählt. Bei der Abstimmung hatte das Oberpfälzer Naturdenkmal mit 41 Prozent der abgegebenen Stimmen ganz knapp die Nase vorne. Die "Steinerne Rose" bei Saalburg in Thüringen erreichte mit 38 Prozent den zweiten Platz. Bei einem Tagesausflug, den der "Förderverein Rauher Kulm" anbot, besuchte eine Gruppe aus der Kulmregion den damaligen Rivalen und entdeckte dabei weitere Sehenswürdigkeiten des Naturparks "Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale".

Schon auf der Hinfahrt mutmaßte Vorsitzende Käthe Pühl, dass viele von der "Steinernen Rose" etwas enttäuscht sein würden. Und so kam es auch. Der Bus blieb nördlich der Ortschaft Kloster stehen und die Reiseleiterin erklärte, dass das Ziel erreicht sei.

Nach wenigen Schritten erkannten die Besucher anhand einer Tafel, dass die circa zwei mal zwei Meter große Felsformation am Straßenrand das gesuchte Naturdenkmal war. Die geringe Größe war der Grund, warum viele nicht verstanden, dass hierfür so viele Stimmen abgegeben wurden.

Die Details der aus Lavastrom entstandenen Skulptur beeindruckten die Besucher jedoch. Die Lava bildete kissenartige Körper, die von Tonschlamm und Tonschiefer umschlossen wurden. Dadurch erhielt die Figur die Gestalt einer aufblühenden Rosenknospe.

Zuvor hatten die Ausflügler die Wehrkirche in Friesau besucht. In dem 1000 Jahre alten Gotteshaus suchten im Mittelalter die Einwohner Schutz vor Angreifern. Bei einer Führung erfuhren die Neustädter Wissenswertes über die handgeschnitzten Altäre des Gotteshauses.

Danach hieß es Wanderschuhe anziehen, denn die Reiseleiterin hatte einen Fußmarsch zum 541 Meter hohen Heinrichstein eingeplant. Dort wurde die Gruppe mit einem sagenhaften Blick auf den größten Stausee Deutschlands, die Bleiloch-Talsperre, belohnt. Letzte Etappe war Bad Lobenstein. Mit einem Führer erkundeten die Ausflügler die Kurstadt am Thüringer Meer, unter anderem das neue Schloss und die Überreste der Burganlage.
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