Generationen geben sich die Hand

Lokales
Neustadt am Kulm
02.11.2015
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Ein Jahr Vorarbeit soll sich am 18. November auszahlen. Dann gründet sich der Verein "Generationen Hand in Hand". Er soll das Älterwerden im Vierstädtedreieck angenehmer machen.

Es ist geschafft. Am 18. November wird in der Aula der Markus-Gottwalt-Schule die Seniorengemeinschaft "Generationen Hand in Hand" gegründet. Seit mehr als einem Jahr saßen die Seniorenbeauftragten des Vierstädtedreiecks beieinander und hatten an dem Projekt der Selbsthilfe-Gemeinschaft getüftelt.

In der Gaststätte Burucker folgten nun die letzten Abstimmungsgespräche für die Gründungsversammlung. "Im Vierstädtedreieck haben neun von zehn Gemeinden beschlossen, sich zu beteiligen", berichtete Koordinatorin Elisabeth Gottsche. Sie kündigte an, dass sich an der Anschubfinanzierung auch die bayerische Staatsregierung beteiligen wird.

Im Vordergrund der Selbsthilfe-Gemeinschaft wird Hilfe im Alltag stehen: "Der eine leistet eine Stunde Gartenarbeit, der andere hängt Gardinen auf, der andere schreibt den Brief an die Rentenversicherung oder die Krankenkasse. Jeder bringt sich in die Gemeinschaft ein, mit dem, was er kann. So ist jedem geholfen." Sie bat um rege Beteiligung an der Gründungsversammlung. Wegen Vorinformationen verwies sie auf die Seniorenbeauftragten.

Das Konzept soll älteren, hilfsbedürftigen und kranken Menschen unkomplizierte, wirkungsvolle und kostengünstige Hilfe anbieten. Die Mitglieder sorgen füreinander mit Arbeiten, die sie selbst verrichten können und erhalten im Gegenzug Hilfe anderer Mitglieder. Wichtiges Ziel der Gemeinschaft ist es, den Bürgern des Vierstädtedreiecks zu ermöglichen, möglichst lange im gewohnten Umfeld leben zu können. Dafür erhalten die Vereinsmitglieder Unterstützung, um den Umzug ins Heim möglichst lange zu verhindern. Der Jahresbeitrag beträgt 30 Euro, für Ehepaare und Lebensgemeinschaften 45 Euro. Eingeschlossen sind Unfall-, Haftpflicht- und Kaskoversicherung des Vereins.

Zu den Leistungen der Gemeinschaft zählen unter anderem: Besorgung beziehungsweise Begleitung bei Einkäufen, Hilfestellung bei vorübergehenden Erkrankungen zu Hause, handwerkliche Hilfen rund um Haus und Hof, Grabpflege, Unterstützung bei Hausarbeiten, Hilfestellung bei technischen Problemen wie PC und Handy, Begleitung zu Krankengymnastik, Frisör oder Spaziergängen und Versorgung von Haustieren. Jede Arbeitsleistung kostet acht Euro pro Stunde. Jeder kann selbst entscheiden, ob er seine Stunden in Geld ausbezahlt bekommt oder ob er diese Stunden anspart und sie später für Leistungen, die er braucht aber selbst nicht erbringen kann, wieder in Arbeitsstunden einlöst.
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