Je später, desto besser

Der Blick auf die Stadt- oder Dreieinigkeitskirche vom Stadtgraben aus gesehen. Am Sonntag feiern die Neustädter dort den Festgottesdienst zur Kirchweih. Bild: ww
Lokales
Neustadt am Kulm
04.11.2014
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Sie zählt zu den letzten, aber bei weitem nicht zu den schlechtesten im Jahr: die Neustädter Kirchweih. Die Kulmstädter dehnen ihr Kirwa-Wochenende auf fünf Tage aus.

Gefeiert wird die Weihe der Stadtkirche und damit eine der schönsten lutherischen Barockkirchen Bayerns. Die Stadtkirche oder Dreieinigkeitskirche entstand einst als Klosterkirche. Vom in den Jahren 1413 bis 1415 entstandenen Bau stammen noch Chor, Sakristei und Unterbau des Turmes. Der Rest wurde im Dreißigjährigen Krieg anno 1633 mit der Stadt in Schutt und Asche gelegt. Erst ab 1708 begann der Neubau, dem das Gotteshaus im Wesentlichen heute sein Aussehen verdankt. Seit der Sanierung 2011 wirkt der Bau wieder wie nach der Fertigstellung.

Die Historie der Stadt ist eng mit der Kirche verbunden. Initiatoren des Klosters sollen Karmelitenmönche gewesen sein. Burggraf Johann III. stellte den Stifterbrief aus. Er habe "ein Kloster des Ordens der Karmeliter oder unserer frommen Brüder in unserer Stadt, die Neustadt genannt", gestiftet. Die Kirche war ursprünglich dem heiligen Laurentius geweiht. Mit der Reformation wurde Neustadt protestantisch.

In Bayern gehört zur Kirchweih auch das weltliche Pendant, die Kirwa. So mancher ehemalige Neustädter nimmt das Kirchweihfest zum Anlass, um der "alten Heimat" einen Besuch abzustatten. Auch sonst werden viele Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung erwartet.
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