Mit der Wehr hält keiner mit

Für 25 und 40 Jahre Dienst zeichnete Stadt und Landkreis Feuerwehrleute aus. Die Führung - der Landkreis-Feuerwehr Georg Tafelmeyer (Fünter von rechts) und Jürgen Haider (links) - überreichten mit Bürgermeister Wolfgang Haberberger (Zweiter von rechts) und Vize-Landrat Albert Nickl (Zweiter von links) die Urkunden. Bild Walter
Lokales
Neustadt am Kulm
27.10.2015
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Schnupftabakdosen, Landkreistassen und -krawatten: Die Geschenke beim Ehrenabend der Feuerwehren in Neustadt am Kulm sollten die Jubilare nur als symbolische Gesten des Danks verstehen. Dass der Dienst der Aktiven unbezahlbar ist, daran ließ kein Redner einen Zweifel.

Verdiente Feuerwehrleute ehrte die Stadt bei einer kleinen Feierstunde im Sitzungssaal des Rathauses. Eine Urkunde des Innenministeriums und dem Ehrenzeichen in Silber gab es für 25 Jahre Dienst bei der Feuerwehr. Für 40 Dienstjahre erhielten die Jubilare das Ehrenzeichen in Gold mit Urkunde. Die für 25 Jahre geehrten Feuerwehrler bekamen von stellvertretendem Landrat Albert Nickl eine Schnupftabaksdose des Landkreises, die Damen eine Landkreistasse. Für die Stadt überreichte Bürgermeister Wolfgang Haberberger ein Wein-Set. Für 40 Jahre gab es eine Landkreiskrawatte und einen Aufenthalt im Feuerwehr-Erholungsheim in Bayerisch Gmein. Haberberger überreichte zudem Blumen an die Feuerwehrdamen und an die Ehefrauen der Geehrten.

Bürgermeister Wolfgang Haberberger stellte heraus, dass es in der Kulmstadt gute Tradition sei, Feuerwehrleuten zu danken. Ungewohnt sei, dass diesmal zwei Frauen unter den Jubilaren sind. Der Bürgermeister erinnerte, dass Neustadt am Kulm in seiner Geschichte oft von Bränden heimgesucht wurde. Dabei habe sich gezeigt, dass keine Einrichtung so schnell und effektiv ist, wie die Feuerwehr.

Vize-Landrat Albert Nickl hob hervor, dass Wehren mehr tun als ihre Pflicht: Neben den Aufgaben Löschen, Retten und Schützen erfüllen sie viele andere Aufgaben und ersparen den Kommunen hohe Kosten. Dabei haben Wehren ohnehin immer mehr zu tun, weil immer neue Aufgaben hinzukommen. Gut sei, dass die Familien hinter dem Engagement der Aktiven stehen. Deshalb galt Nickls Dank auch den Ehepartnern.

Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer bezeichnete das Ehrenamt der Feuerwehren als Rückgrat der Gesellschaft. Der Dienst bei den Feuerwehren sei eine Berufung. "Bei dieser Feierstunde zeichnet die Stadt Neustadt am Kulm Feuerwehrleute für zusammen 215 Jahre aktiven Dienst aus." Dies sei eine "wahnsinnig lange Zeit". Gerade die kleinen Wehren werden immer wichtiger, so Tafelmeyer, weil sie über Ortskenntnisse verfügen. Der Kreisbrandinspektor lobte besonders die Damenwehren in Neustadt am Kulm und Filchendorf.
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