Nach 30 Jahren: Evangelischer Bezirksposaunenchor verabschiedet Leiter Heiner Müller
Einmalig in Bayern

Lokales
Neustadt am Kulm
14.01.2015
7
0
Das Abschlusskonzert der Bläserrüstzeit (wir berichteten) nutzte das evangelische Dekanat auch, um eine wichtige Persönlichkeit angemessen zu verabschieden. Dekan Dr. Wenrich Slenczka hielt die Rede für Heiner Müller und dessen 30 Jahre in der Bezirkschorleitung. Sowohl hinter dem Posaunenchor Thansüß als auch dem Bezirksposaunenchor steckten unglaublich viel Arbeit, Energie und Begeisterung. Man merke, wie viel hier Heiner Müller investiere, der seit 30 Jahren die Musiker im Dekanat bewege.

28 Mal leitete Müller die Bläserrüstzeit zu Jahresbeginn, dabei schulte er besonders die jungen Bläser. Für viele Posaunenchöre seien diese Rüstzeit und das Konzert ein Höhepunkt im Jahr. Heinrich Müller schaffe es seit Jahrzehnten, mit Humor, Kraft, Gefühl und der nötigen Lippenspannung, der Posaunenchorarbeit im Dekanatsbezirk Leben einzuhauchen. Alle, die mit blasen, stünden dadurch im Zentrum des kirchlichen Lebens, vereinten sich durch alle Generationen hindurch zum "Nun danket alle Gott" und gäben dem Gemeindegesang im Gottesdienst ein tragfähiges Fundament. "Mit und ohne Instrument an den Lippen danken wir Gott, dass er uns Heiner Müller gegeben hat." Es sei nicht einfach, seine Nachfolge anzutreten. Aber das Fundament, das Müller gelegt habe, sei eine gute Voraussetzung für die Weiterarbeit, meinte Slenczka.

Lacher zu "Amazing Grace"

Ein Chor unter Ulrike Kummers Leitung trug humorvolle Anekdoten aus Heinrich Müllers Dirigentenzeit vor. Auch wenn die Melodie von "Amazing Grace" sehr bewegend war - die selbstgedichteten Strophen sorgten für Lacher. Dankeschön sagte auch Bezirksobmann Pfarrer Martin Schlenk. Bayernweit gebe es keinen so großen und aktiven Bezirksposaunenchor. Dies sei ein Verdienst von Heiner Müller. Als kleines Dankeschön überreichte er ein Abschiedsgeschenk. Für Ehefrau Rita gab es von stellvertretender Bezirkschorleiterin Ulrike Kummer einen Blumenstrauß. Landesposaunenrat Reinhard Potzner äußerte sich ebenfalls beeindruckt und bewegt von Müllers Arbeit. Bayernweit sei dies einzigartig. Potzner überreichte die Urkunde des Bayerischen Posaunenchorverbandes.

Müller dankte in einigen bewegten, jedoch gelassenen Sätzen "seinen" Bläsern. Er wisse, dass der Chor gut aufgehoben sei. Er könne seine Leitungsaufgabe mit einem guten Gefühl beenden.

Auf der zweiten Empore der Stadtkirche hatten sich schon vor Konzertbeginn viele Bläser versammelt, die nicht an der Rüstzeit teilnahmen. Mit den Rüstzeit-Bläsern im Altarraum beschlossen sie die Ehrung mit dem Stück "Best Memories" von Dieter Wendel.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7958)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.